Fußballer aus Neviges sind am Valentinstag einfallsreich

Nicht nur am Valentinstag, so die Meinung der Fußballer des SV Union, sollte man an seine Liebste denken.
Nicht nur am Valentinstag, so die Meinung der Fußballer des SV Union, sollte man an seine Liebste denken.
Foto: WAZ FotoPool
Was halten die Spieler der dritten Mannschaft des SV Union vom Valentinstag? Die WAZ fragte nach. Und bekam erstaunliche Antworten.

Neviges..  Gibt es sie noch, die „echten“ Männer? Wenn man ihrem Ruf Glauben schenken darf, findet man sie noch bei den Fußballern. Daher stellte sich nun die dritte Mannschaft des SV Union Velbert der Frage, was sie vom Valentinstag hält. In der Umkleide herrscht undefiniertes Gemurmel- Valentinstag, offensichtlich nicht gerade das Lieblingsthema der Mannschaft.

„Ist der jetzt am Samstag?“, scherzt Sven Klostermann (26). Dennoch, den Tag der Liebenden feiern? Blumen schenken? Da fällt ihm etwas wesentlich Kreativeres ein: „Wir hatten am 12. Februar unseren vierten Jahrestag. Da fahren wir oft weg und unternehmen was Schönes“, da braucht es keinen Valentinstag, um seine Zuneigung auszudrücken ohnehin „sollte das ja nicht nur einmal im Jahr sein.“

Währenddessen wird Marc Rüb (41) sich am Samstag auf dem Fußballplatz rumtreiben. Mike Schaus (36) hingegen schenkt seiner Frau, mit der er seit acht Jahren verheiratet ist, wie jedes Jahr, am Valentinstag einen Strauß Blumen. Nicht, weil er es tun muss, sondern stets aus „eigener Motivation“.

Singles haben heute keinen Stress

Christian Jahn (19) ist gelassen am Valentinstag - er ist derzeit Single- „aber vielleicht hab ich bis Samstag noch jemanden kennen gelernt.“ Ohnehin findet er den Trubel um den Tag der Liebe überzogen: „Das ist doch nur ein einziger Tag im Jahr.“ Da sind die Mannschaftskollegen seiner Meinung. Man liebt den Partner schließlich nicht nur an diesem einen Tag.

Ob Marcel Roldo (26) den Valentinstag für seine Freundin besonders gestalten wird, entscheidet er heute spontan, „nach dem Frühstück.“ Und Watcharaphong Mannongwaeng (21), der seit drei Jahren mit seiner Freundin zusammen ist? „Vergangenes Jahr habe ich sie mit einer Kutschfahrt überrascht.“ Da hängt die Messlatte hoch.

Ohnehin stellt sich da die Frage, „warum müssen die Männer eigentlich immer die Frauen zum Valentinstag beschenken?“ Könnte ja auch umgekehrt sein. „Ja, warum?“, stellen sich die Fußballer die Frage und haben auch gleich Ideen, womit ihre Frauen sie glücklich machen könnten. „Einen schick verzierten Kasten Bier zum Beispiel“, wird eingeworfen oder Marcel Roldo sagt: „Ein Fresskorb, das wäre mal was.“ Die Idee, dass die Frau mal die Initiative ergreift und sich für die Liebe ihres Mannes am Valentinstag bedankt, scheint eher ein bislang undurchdachtes Gedankenkonstrukt zu sein. „Dabei“, wirft Trainer Martin Pröpper ein: „beschenken die Frauen in Japan zu Valentinstag ihre Männer“.

Watcharaphong Mannongwaeng ist einer der Wenigen, die heute, am Tag der Liebe, in den Genuss kommen, von ihrer Liebsten überrascht zu werden. So richtig wohl ist ihm dabei nicht: „Das ist ja dann doch Männersache. So, wie man eine Frau eben auch zum Essen einlädt, und nicht umgekehrt.“ So sind sie also, die wahren Kerle, die echten Fußballmänner.

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