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Langenberger Altstadtfest

Für Feiermuffel gilt: Keine Ausreden mehr

26.08.2012 | 19:40 Uhr
Für Feiermuffel gilt: Keine Ausreden mehr

Langenberg.   Unzählige Aktionen und Attraktionen lockten Tausende in die Langenberger Altstadt. Trödeln, klönen, spielen, gemütlich oder aktiv, für jeden war etwas dabei.

Beim 40. Langenberger Sommerfest war wirklich für jeden etwas dabei. Auch das Wetter war nicht einseitig. Zwei Tage lang blieb es den Vorhersagen zum Trotz warm und trocken, so dass mehrere Tausend Besucher in der Langenberger Altstadt feiern, trödeln und schmausen konnten.

Groß und Klein wurden gleichermaßen bedient. Da gab es Spiel und Sport auf dem Froweinplatz, bei dem auch Ceyda mitmachte. Das Gesicht der Kleinen strahlte nach ihrem Auftritt mit dem Taekwondo-Team. „Für heute habe ich eine ganze Woche geübt“, stolz stand sie mit nackten Füßen da. Sie hatte gleich mehrere Auftritte. Viele dagegen traten nur einmalig auf. Dudelsackspieler, Trommler, Chöre. Daskleinewelttheater, die Eisbärenparade des Vereins Pro Nizzabad, die Max-und-Moritz-Grundschule aus Nierenhof. Letztere führte ein selbst geschriebenes Theaterstück auf. „Wer braucht schon Bücher“, hieß das Stück, dass sich in der Bücherstadt präsentierte.

Liveband lud zum Tanzen ein

„Eierpott und Tomputer“, verdrängten die Bücher. Witzige Dialoge, die alle zum Lachen brachten. Gute Stimmung herrschte überall, reichlich und abwechslungsreich vorhanden waren sowohl Essens- als auch Getränkestände.

Mit seinem ersten Weindorf feierte der Bürgerverein Langenberg sein 40-jähriges Bestehen. Gut besucht und mit wechselndem Bühnenprogramm gab es ein gelungenes erstes Mal. Auf der Bühne an der Alten Kirche hatten an allen drei Tagen Livebands für die musikalische Unterhaltung gesorgt. Herausragend: Jule Werner & Rehab. „Das sind ja wohl absolute Vollprofis“, Achim Peter war begeistert. Super Stimmung am Samstagabend an der Alten Kirche. Der Essenerin Kerstin Süther gefiel die Band ebenfalls: „Die Musik ist sehr gut. Noch tanze ich nicht, aber das dauert nicht mehr lang.“ Für den ersten Vorsitzenden der Langenberger Werbevereinigung Markus Balzer war klar: „Die Band kommt nächstes Jahr auf jeden Fall wieder.“ Viele werden wieder kommen.

Frühschoppen und Gottesdienst

Manche der Aktionen sorgten für Zerstreuung, andere für Information oder luden gar zum Nachdenken ein. So wurde aus Stoffresten Neues genäht, um auf die begrenzten Energieressourcen der Welt aufmerksam zu machen. Der traditionelle ökumenische Gottesdienst brachte nach dem Frühschoppen am Sonntag etwas Besinnung und Stille in die Herzen der Menschen.

Der vierjährigen Zoe half Maler Günter Seekatz beim Malen ihres „Ernies“. Raja (7 J.) malte ihr Fantasiebild „ganz allein.“ Alle Bilder werden bis zum 7. September in der Galerie Larose ausgestellt und prämiert. Eine Straße weiter zeigte Buchbinder Michael Rönsberg, wie man Marmorpapier herstellt.

Gleich gegenüber schossen mit Wasserpistolen Jung wie Alt Enten von einer Holzlatte. Die DLRG hatte dazu an ihrem Infostand eingeladen. Ivonne Backhaus lief vorbei. Lachte immer noch über die Olchies aus dem Theaterstück der Max-und-Moritz-Schule: „Die Olchies, die waren einfach göttlich.“

Hinter der Alten Kirche präsentierte sich Steinbildhauer Matthias Sonnenschein. Wer wollte, durfte sich am Sandstein probieren. Claudia nahm das Angebot wahr, war ganz begeistert. „Es sieht so einfach aus“, freute sie sich. Doch eine gerade Linie bekam sie nicht hin. Gleich daneben präsentierte sich die kleinste Autoshow der Welt. Dabei war das Feuersteinauto ein echter Hingucker. Eine große Autoshow mit weiterer Bühne, Schlager-Livemusik und Tanzshows bot die Autoparty auf dem Seidenweberplatz. Heiße und schnelle Rhythmen sorgten dort für gute Stimmung.

Gute Stimmung gab es auch in der Trödelmeile. Dagmar Hoddick mit Tochter Andrea hatten trotz des Regens am Sonntag viel Spaß beim Verkauf alter Sachen. Spaß machte auch der Karnevalzug, der mitten im Sommer seine Kamelle in die Besuchermasse warf. Ein durch und durch buntes, abwechslungsreiches Sommerfest, bei dem so viel mehr stattfand, als es aufzuführen möglich wäre. Bei der Eröffnung hatte Mitorganisator Markus Balzer schon gedroht: „Ich bin der Neue, ich komm’ jetzt öfters.“ Wenn es wieder so wird, dann komm doch!

Editha Roetger

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