„Für Elise – 15 Briefe“: Wenn Musik zu Literatur wird

Langenberg..  Es war schon sehr bewegend, als der Langenberger Peter Klohs in seiner Heimatstadt jetzt im Watty-Raum der Kunst- und Musikschule an der Donnerstraße vor zahlreichen Besuchern aus seinem Buch „Für Elise – 15 Briefe ” gelesen hat. Eingeladen hatte zu dieser Lesung der Bücherstadt-Verein.

Peter Klohs, der heute in Remscheid lebt, schreibt, neben seiner Leidenschaft zur Musik, seit seiner Jugend Kurzgeschichten und Gedichte. Musik spielt auch in fast allen seinen Texten eine nicht unbedeutende Rolle. So auch in seinem, im Oktober letzten Jahres erschienenen Buch „Für Elise – 15 Briefe ”. Das Buch ist ein Musikroman: Musikjournalist Felix Mendelsohn muss das Land verlassen. In 14 Briefen schreibt er seine eindringlichsten Erlebnisse mit Musik auf und widmet sie seiner Nachbarin, die er heimlich liebt und der er seine umfangreiche Musiksammlung überlassen will.

Sieben dieser Briefe haben die klassische Musik zum Thema, die andere Hälfte bezieht sich auf den Jazz. Vorgelesen wurde ein Brief, in dem es um Musik von Johann Sebastian Bach ging und ein weiterer Brief hatte den Jazz-Pianisten Richard Beirach und die Kinderszenen von Robert Schumann zum Inhalt. Peter Klohs gelang es meisterhaft, durch die Literatur Gefühle zu vermitteln und zu beschreiben, die normalerweise nicht durch Literatur, sondern durch Musik erzeugt werden.

Für Buchpreis im Gespräch

Peter Klohs hat beide Kunstarten gekonnt miteinander verbunden. In den Briefen geht es nicht um Tonarten, sondern um Liebe, Freundschaft und Gefühle. Man spricht darüber, dass „Für Elise – 15 Briefe“ für den Deutschen Buchpreis nominiert werden soll. Dieses Buch hätte es sicherlich verdient.

Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet die Stiftung Börsenverein des Deutschen Buchhandels jährlich zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse den besten Roman in deutscher Sprache aus.