Fünf Tage im Dienst der guten Tat

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Was wir bereits wissen
Zehn Christliche Pfadfinder des Stammes Franz von Assisi kehren vom Kirchentag in Stuttgart zurück. Als Helfer erlebten sie dort manch beeindruckende Begegnung.

Stuttgart..  „Sicherlich waren die fünf Tage bei Temperaturen um die 30 Grad anstrengend – sie haben uns aber immer wieder auch eine Menge Freude bereitet.“ Mit diesem Fazit kehrten Stammesführer Dirk Seipenbusch und neun weitere Pfadfinder des Stammes Franz von Assisi jetzt aus Stuttgart nach Langenberg zurück. Wie bereits in den vergangenen Jahren hatten sich die Langenberger „Pfadis“ auch in diesem Jahr wieder beim Deutschen Evangelischen Kirchentag als Helfer verdient gemacht.

„Es hat ja schon Tradition, dass wir uns für diese Aufgabe beim Kirchentag melden“, so Seipenbusch. Und so trat man auch diesmal wieder an, um gemeinsam mit 4300 anderen Helfern das alte Pfadfinderwort mit Leben zu erfüllen, nachdem man an jedem Tag mindestens eine gute Tat vollbringen soll.

„Abend der Begegnung“

Nun: Vermutlich haben die Langenberger das Soll für ein ganzes Jahr und mehr erfüllt, als sie in Stuttgart an der Betreuung von einigen Hunderttausend Teilnehmern des Kirchentages mitwirkten. Allein beim „Abend der Begegnung“, zu dem die zehn Langenberger in der Innenstadt eingesetzt waren, hatte der Veranstalter mit 200 000 Besuchern gerechnet.

250 000 Menschen feiern

Am Ende waren es dann wohl sogar ein paar mehr, vermutet Seipenbusch, der sich von diesem Begegnungsabend überaus beeindruckt zeigte: „Unglaublich, wenn man sieht, wie sich 250 000 Menschen miteinander vergnügen, allabendlich auf dem Schlossplatz miteinander feiern, ohne dass ein einziger Tropfen Alkohol ausgeschenkt wird, und nach all der Feierei nicht mehr als ein gutes Dutzend Säcke voller Müll zurückbleibt“, schwärmte der Stammesführer, und resümierte: „Es geht auch so: rücksichtsvoll, offenherzig, besinnlich und fröhlich – der Kirchentag hat es bewiesen.“

Einsatz in der Liederhalle

Beeindruckend waren aber auch etliche Begegnungen, die den Langenberger Franz-von-Assisi-Pfadfindern ihr Einsatz in der Liederhalle bescherte, die man an drei Tagen zu betreuen hatte. „Zu unserer ‘Kundschaft’ gehörten unter anderem Wolfgang Schäuble, Bodo Ramelow, Rita Süßmuth und Melinda Gates, die die Bibelarbeit leiteten und an Podiumsdiskussionen teilnahmen“, berichtet Seipenbusch. Begegnungen mit der Prominenz, die allerdings auch eine Vorbedingung hatten: Die Pfadfinder mussten sich zunächst vom Bundeskriminalamt überprüfen lassen.

Berlin 2017 ist schon geplant

Höhepunkt war jedoch der Abschlussgottesdienst auf den Cannstatter Wasen, wo die Langenberger als Abendmahlhelfer eingesetzt waren. Und für alle stand anschließend fest: „Auch in Berlin 2017 werden wir dabei sein!“