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Frühlingskultur an der Wäscheleine

17.04.2013 | 16:19 Uhr
Frühlingskultur an der Wäscheleine
Aktion auf dem Offersplatz: Wir begrüßen den Frühling mit dem Motto „Europa ist bunt“.Foto: Detlev Kreimeier

Velbert.   Stadt lud zum Aktionstag „Europa ist bunt“ auf den Offersplatz ein. Kinder und Jugendliche malten Bilder und schrieben Gedichte

Man sagt den Franzosen ja so einiges nach: Baguette unterm Arm, Baskenmütze auf dem Kopf und der Froschschenkel auf der Speisekarte – vieles ist einzigartige Tradition und allemal Alleinstellungsmerkmal.

Velberts Partnerstadt Châtellerault hat ebenso schöne Bräuche entwickelt, die es wert sind, kopiert zu werden. Die Mitarbeiter im Büro des Bürgermeisters, zuständig für die Städtepartnerschaften, haben sich eine besondere mal abgeguckt und ins heimische Velbert befördert. „Wir begrüßen den Frühling“, hieß es am Mittwoch zum dritten Mal. Bei dem Aktionstag, der in diesem Jahr unter dem Motto „Europa ist bunt“ stand, wurde von 10 bis 16 Uhr eine lange Wäscheleine über den Platz am Offers gespannt und mit selbstgemalten Kunstwerken oder Gedichten versehen.

Auch „Spontankünstler“ dabei

„Eigentlich war die Aktion, wie sonst auch, zeitgleich mit der in Frankreich für den Frühlingsanfang geplant, aber da war hier alles schneeweiß. Also haben wir die Aktion verlegt und heute nachgeholt, damit diejenigen, die fleißig waren, ihre Bilder auch aufhängen konnten“, erklärt Susanne Susok vom Büro des Bürgermeisters.

Auch wenn durch den zweiten Anlauf die Beteiligung der Einrichtungen wie zum Beispiel Kindergärten, Grundschulen oder Berufskollegs nicht ganz so groß war wie in den letzten beiden Jahren, so fanden doch einige kleine Meisterwerke ihren Weg an die Wäscheleine am Offers. „Es ist toll zu sehen, dass wir als Städte voneinander lernen können und solche Aktionen zusammen anbieten. Beim Thema Europa habe ich erwartet, dass es für viele Kinder und Jugendliche doch sehr schwer zu begreifen ist“, gab Susok zu. Doch angesichts der vielen im Wind flatternden Zettel war diese Skepsis wohl unbegründet.

Besonders kreativ waren auch einige ganz Kleine, die das multikulturelle Miteinander in ihrer KiTa-Gruppe dargestellt haben. „Es ist unsere Zukunft, nicht mehr in Grenzen zu denken und das sieht man auch an den Bildern wunderbar“. Europameisterschaft, Finanzkrise, bis hin zu nationenübergreifenden Freundschaften war in Bildern fixiert worden. Alle Einrichtungen hatten auf Wunsch Laminiergeräte zur Verfügung gestellt bekommen und konnten so die geschützten Kunstprodukte einfach nur noch aufhängen.

Und wer unangemeldet Lust hatte mitzumachen, war ebenso eingeladen. Fadoua Abarkan und Mira Talbi, beide zwölf Jahre alt, waren zwei von diesen Spontankünstlern. „Wir finden das total gut, so eine Aktion. Gerade Europa ist ein wichtiges Thema und wir interessieren uns auf jeden Fall dafür“, so die beiden Gesamtschülerinnen. „Und der Platz hier sieht so bunt, mit den vielen Bildern, auch viel schöner aus“.

Tatjana Otto



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