Frühjahrsputz hat mit Putz zu tun

Das vergangene Wochenende hat es gezeigt: Auch in diesem Jahr werden wohl die vier Jahreszeiten wie geplant verlaufen. Das Frühjahr hat sich bereits mit ersten warmen Sonnenstrahlen angekündigt. Neben der Frühjahrsmüdigkeit, die mir irgendwie schon in den Knochen steckt, wird jetzt bald auch der Frühjahrsputz folgen. Früher glaubte ich, dass kommt daher, dass man einfach raus will, die Fenster öffnet, dass alles im Glanz erstrahlen und leuchten soll und man deshalb „groß reine macht“. Ich durfte dazu lernen: Früher bestanden die meisten Baumaterialien aus Naturmaterial. Gerade Fachwerkhäuser hatten drei Hauptbestandteile: Holz, Stroh und Lehm. Wenn über den Winter Kälte und Frost die Außenwände zerstörten, musste vieles ausgebessert werden, eben und vor allem der Außenputz. So wurde nicht mit Wasser und Seife sondern mit Wasser und Lehm zu Werke gegangen. Seit es den weißen Kalk als Endputz gibt, war das nicht mehr nötig, dann waren aber die weißen Wände vom Feuer verrußt. Und der Begriff konnte weiter genutzt werden.