„Fronkreisch, Fronkreisch. . .“

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Das France-Mobil machte in Langenberg Station. Eine tolle Gelegenheit für die Max-&-Moritz-Schüler, das Nachbarland ganz spielerisch kennen zu lernen.

Nierenhof..  Frankreich zu Gast in ihrer Schule: Diesem Besuch hatten die Dritt- und Viertklässler der Max-&-Moritz-Grundschule Nierenhof/Hüserstraße wirklich entgegengefiebert. Steht doch Französisch als „Begegnungssprache“ schon seit langem auf ihrem Stundenplan. Und so war man nun natürlich riesig gespannt, noch mehr über das Nachbarland zu erfahren, als das „France-Mobil“ mit Lektorin Marie-Lyne Rousse hinterm Lenkrad auf dem Schulhof vorfuhr.

Frankreich, seine Kultur und Sprache – seit langem schon stehen sie für Max-&-Moritz-Schüler auf dem Lehrplan. „Früher hatten wir bei uns Niederländisch als die vom Kultusministerium für Grundschulen vorgeschriebene Begegnungssprache – weil eine unserer Lehrerin Niederländisch sprach“, erläutert Schulleiterin Alexandra Pitschke. Vor fünf Jahren sei man dann jedoch von Niederländisch auf Französisch „umgestiegen“.

Als die Rektorin dann aus der Zeitung erfuhr, dass seit über zehn Jahren ein „France-Mobil“ durch Deutschland fährt, um im Auftrag der Französischen Botschaft in Berlin und der Robert-Bosch-Stiftung Schülerinnen und Schülern in Deutschland das Nachbarland näher zu bringen, bemühte sie sich gleich um einen Besuchstermin. „Dabei kam uns zugute, dass Kindergärten und Grundschulen sogar bevorzugt besucht werden“, berichtet Alexandra Pitschke.

Und als dieser Besuch nun tatsächlich anstand, traf er die Jungen und Mädchen der beiden dritten und der beiden vierten Klassen an den Schulstandorten Nierenhof und Hüserstraße wahrlich nicht unvorbereitet. „Die Kinder hatten im Unterricht ja schon französische Verse und Lieder gelernt, Bräuche und Begrüßungsformen kennen gelernt und erfahren, wie auf Französisch gezählt wird oder die Farben in dieser Sprache heißen“, erzählt die Schulleiterin.

Lektorin wurde in Kanada geboren

Von Marie-Lyne Rousse, die als Lektorin im France-Mobil-Programm arbeitet, erfuhren die Kinder nun noch viel mehr über Frankreich und die französische Sprache, in der beinahe alles ganz anders ausgesprochen wird, als es für ein Deutsch sprechendes Schulkind zu lesen ist. In Buchstabenspielen, Liedern und Bewegungsübungen verlief die Begegnung mit den Sitten, Gebräuchen und Besonderheiten des Nachbarlandes ganz spielerisch.

Dass Französisch beileibe nicht nur in Frankreich, sondern in zahlreichen Ländern auf der ganzen Welt gesprochen wird, machte Marie-Lyne den Max-&-Moritz-Schülern an einem besonderen Beispiel deutlich: Sie selbst, berichtete die Lektorin den Kindern, sei gar nicht in Frankreich, sondern in Kanada geboren und aufgewachsen – nämlich im französisch-sprechenden Teil Kanadas.

Von der dritten bis zur sechsten Schulstunde dauerte die deutsch-französisch-kanadische Begegnung an beiden Standorten der Max-&-Moritz-Grundschule, dann stand für alle beteiligten fest: Dieser Besuch des France-Mobiles war ein voller Erfolg – und soll nicht der letzte gewesen sein. „Die Schüler waren so begeistert – das machen wir auf jeden Fall wieder“, kündigte Schulleiterin Alexandra Pitsche an. Was wohl auch den Begriff „Begegnungsunterricht“ mit echtem Leben erfüllt.