Fröhliche Feierlaune beim Pfarrkarneval der Frauen in Velbert

Schunkeln, klatschen, mitsingen: Das Programm stammte fast ausschließlich aus den eigenen Reihen.
Schunkeln, klatschen, mitsingen: Das Programm stammte fast ausschließlich aus den eigenen Reihen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Im pickepackevollen Pfarrsaal von St. Paulus feierte die kfd der Gemeinden St. Michael, St. Paulus, St. Joseph, St. Marien und Don Bosco aus Velbert Frauenkarneval.

Velbert..  Zylinder, Melonen, Narrenkappen, Perücken, Sombreros und Zipfelmützen wiegen im Takt. Wippen auf und ab, neigen sich vor und zurück. Unter diesen unzähligen Hüten stecken närrische Köpfe – mit allerlei Unsinn im Sinn. Die Frauen der Pfarrgemeinden St. Michael, St. Paulus, St. Joseph, St. Marien und Don Bosco amüsieren sich auf ihrer Karnevalsparty. Gackern glitzernd, feiern funkelnd.

Sketche, Tänze und Lachsalven

Der Pfarrsaal in der Heidestraße ist proppenvoll. Während draußen der Schneematsch zu klumpigen Eisbrocken friert, kocht drinnen die Stimmung. Sitzungspräsidentin Birgit Hilbig heizt ihren närrischen Frauen ordentlich ein. Die klatschen laut, schunkeln wild, lachen ausgelassen und jauchzen vergnügt. Girlanden schlängeln sich durch die Luft, Luftschlangen über die Tische. Und wie das mit den Katholiken und Karneval so ist, wacht neben den Clowns an der Wand eine Figur von Jesus am Kreuz über Fete und Frauen.

„Es gibt kein Maß, uns geht es nur um Spaß“, verkündet Birgit Hilbig lautstark und erntet prompt begeisterten Beifall. Das Programm stammt größtenteils aus den eigenen Reihen. Auf Sketche folgen Lachsalven, auf Tänze Jubelrufe. „Es ist immer lustig hier“, sagt Heike und fischt eine Mutzenmandel aus der Plastiktüte vor sich. Jeder hat eine Kleinigkeit zu Essen mitgebracht – Frikadellen, Bütterchen und was zum Knabbern.

Schunkeln zur Livemusik

Nachdem „Frau Doktor Blumenkohl“ mit ihrer Wunderbox für Gelächter gesorgt hat, stattet das Prinzenpaar Birgit I. und Torsten I. den fröhlich-feiernden Damen einen Besuch ab. Die Frauen greifen sich beherzt bunte Fähnchen, die aus Sektgläsern reckend als Dekoration dienen, und schwenken sie im Takt. Nachdem die Tanzgarde der KG Urgemütlich eher traditionell über die kleine Bühne gefunkelt ist, bringen die „Funky Diamonds“ unter der Leitung von Luisa Fricano die Stimmung mit modernem Tanz zum Siedepunkt.

Heike genehmigt sich schnell noch einen Schluck von ihrem kühlen Bier, hakt sich dann bei ihrer Sitznachbarin ein und schunkelt zu dem Lieblingslied des Livemusikers. „Rut sin de Ruse“ scheppert es mehrstimmig durch den Saal. „Das hat er im letzten Jahr schon immer gespielt, erinnerst du dich?“, ruft sie ihrer Freundin Käthe zu und zwinkert wissend.

Dann gibt Thomas Hilbig seiner Gattin ein Zeichen. Die Sitzungspräsidentin kündigt daraufhin den nächsten Akt des Abends an. Thomas Hilbig eilt nun hektisch zur Tür, sein roter Frack flattert dabei energisch im Windzug. Er hat an diesem Abend den Blick auf die Uhr, sorgt dafür, dass alles im zeitlichen Rahmen bleibt, kümmert sich um die Mikrofone und um die Technik. Sein Sohn wiederum kellnert, trägt Tabletts mit Getränken durch den Saal. Denn irgendwie geht‘s dann doch nicht – so ganz ohne Männer.