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Friseur-Weltmeisterschaft

Friseur aus Velbert gehört zu den Weltbesten

05.10.2011 | 17:27 Uhr

Velbert.Der Velberter Pasquale Del Buono wurde Vierter bei der diesjährigen Weltmeisterschaft der Friseure in Mailand. Bereits mit 22 Jahren war Del Buono Meister seines Berufs. Zweieinhalb Jahre bereitete er sich auf die WM in Italien vor.

Bereits als Kind entdeckte Pasquale Del Buono seine Leidenschaft für das Friseurhandwerk. „Schon mein Vater arbeitete in diesem Beruf und auch für mich kam nie etwas anderes in Frage“, erinnert sich der gebürtige Velberter mit italienischen Wurzeln. Im gleichen Geschäft wie der Vater machte er seine Ausbildung und wurde bereits mit 22 Jahren Meister seines Berufs. Seit etwa fünfzehn Jahren besucht er nationale und internationale Wettbewerbe, war Landesmeister, Deutscher Meister und Dritter bei der Europameisterschaft. Im letzten Jahr wurde er Sechster bei der Weltmeisterschaft in Paris.

Eine Leistung, die er beim Individual Hairdressing World Championship 2011 der Organisation Mondial Coiffure (OMC) in diesem Jahr in Mailand mit dem vierten Platz noch übertrumpfen konnte. Vom 25. bis zum 26. September zeigten dort in der Messehalle „Fiera Milano“ über 500 Teilnehmer aus 36 Ländern ihr Können.

Aus den verschiedenen Kategorien wie z.B. „Senioren Herrenfach“ bzw. „Senioren Damenfach“ mit jeweils untergeordneten Disziplinen mit fantasieanregenden Namen wie „Trendcut am Übungskopf“ oder „Hair by night“ entschied sich Del Buono innerhalb der Damenkategorie bewusst für die Disziplin „Extensions“. „In diesem Bereich gibt es einfach mehr Möglichkeiten, kreativ zu sein.“

„Er hat mich damals schon für meine Hochzeit hübsch gemacht“

Frisurentrends
Rot und Exakt

Für die kommende Saison werden laut Meister Del Buono vor allem exakte Schnitte, egal ob kurz oder lang, in Mode kommen. „Was die Farben betrifft, wird vor allem Rot Trendsetter sein. Der Friseur arbeitet auch in seinem Geschäft gerne mit Extensions, egal, ob es sich um volles oder eher dünneres Ausgangshaar handelt. „Für jedes Haar gibt es eine Lösung, da kann auch feines Haar zur Mähne werden.“

Bevor er seinen Einfallsreichtum in Italien der Jury präsentieren konnte, hat er sich 2 ½ Jahre auf den Wettbewerb vorbereitet. Begonnen hat alles mit der Suche nach dem passendem Modell, was er schnell in seiner Kundin Nadine Visang fand. „Er hat mich damals schon für meine Hochzeit hübsch gemacht“, erinnert sich die 30-Jährige, die ihren Friseur gern nach Italien begleitet hat. Mit anderen vom Zentralverband der Friseure nominierten Meistern ihres Fachs absolvierte er mit einem Nationaltrainer verschiedene Übungseinheiten. Daneben stand die Vorbereitung der Extensions, das Einfärben der Echthaare und der Entwurf der Show-Kleidung an.

Hoch das Haar!

„Dabei ist mit schwarzer gelöcherter Leggins und einer mit Nieten und Glitzersteinen verzierten Korsage ein moderner Punk-Schick herausgekommen“, schmunzelt er. Beim eigentlichen Wettbewerb hieß es für Modell Nadine vor allem still sitzen. „Anderthalb Stunden musste ich für die Jury ohne Bewegung ausharren“, erinnert sie sich lachend. In dieser Zeit hat sich Del Buono nicht nur um die perfekte Frisur gekümmert, den Grundschnitt durchgeführt und die Extensions angebracht, sondern als ausgebildeter Make-up-Artist auch das Gesicht verschönert. Nachdem lange Stillhalten folgte für das Modell das andere Extrem: „Während die Jury sich zur Beratung zurückgezogen hat, musste ich mich eine Stunde auf hohen Schuhen dem Publikum präsentieren.“

„So nah dran wie diesmal war ich noch nie“

Vor rund 2500 Zuschauern sicher nicht ganz einfach. So war das dunkelhaarige Hobbymodell zuerst auch total aufgeregt. Später war es für sie dann ein supertolles Gefühl, so im Mittelpunkt der Jury, der Presse und sogar des italienischen Fernsehens zu stehen. „Ich hab’s genossen.“

Frisuren fürs Frühjahr

Wenn sich der Friseur, der seit fünfzehn Jahren sein Geschäft an der Heiligenhauser Straße hat, auch sehr über die Auszeichnung gefreut hat, verfolgt er dennoch weiter seinen Traum. „So nah dran wie diesmal war ich noch nie“, strahlt er, „mein Ziel ist es aber, irgendwann mal Weltmeister zu werden.“ Vielleicht gelingt ihm das schon 2014, bei der WM in Frankfurt.

Birgit Hölker-Schüttler

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Kommentare
06.10.2011
11:31
Friseur aus Velbert gehört zu den Weltbesten
von tojemirija | #1

Herzlichen Glückwunsch ;-))

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