Friedhofsgärtner haben nun einen Betriebshof

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Was wir bereits wissen
Die Technischen Betriebe Velbert haben einen neuen Betriebshof an Langenbergs Hohlstraße . In knapp sechs monatiger Bauzeit wurden 380 000 Euro investiert. Und eine Halle für die Fahrzeuge gibt’s jetzt auch,

Langenberg..  „Entsteht dort ein neuer Parkplatz für Friedhofsbesucher?“, vermutete WAZ-Leser Helmut Kreze – und empfahl gleich, die große Fläche, die da in den vergangenen Wochen an der Hohlstraße unterhalb der Einmündung Unterer Eickeshagen entstand, doch für Kinder zum Rollschuhlaufen freizugeben, falls gerade keine Beerdigungen stattfänden – so schön eben sei der neu entstandene Platz. Der allerdings hat einen ganz anderen Verwendungszweck: Es ist der neue Betriebshof der Technischen Betriebe Velbert (TBV).

Und den hatten sich die Friedhofsgärtner, die den Gottesacker an der Hohlstraße betreuen, seit Jahren sehnlichst herbeigewünscht. Hatten sie doch lange Zeit mit zahlreichen Provisorien leben müssen, um ihre Arbeit in Langenberg erledigen zu können.

„Die Fahrzeuge zum Beispiel waren in einem Holzschuppen untergestellt, den die Arbeiter in den 80-er Jahren selbst gebaut hatten“, erinnert sich Tobias Schiffer, Leiter des Geschäftsbereich Öffentliches Grün. Inzwischen aber sei der Schuppen so marode geworden, seiner Stützen derart verfault, dass er aus Sicherheitsgründen habe geschlossen werden müssen.

Neue Halle für die Fahrzeuge

Künftig werden Muldenkipper und Friedhofsbagger, Aufsitzmäher und Kranzwagen in der zwölf mal zehn Meter großen Stahlblechhalle mit Schleppdach unterkommen, die in den vergangenen Monaten auf dem neuen Betriebshofgelände errichtet wurde. Weiteres Werkzeug und Gerät kommt in einem vergitterten, abschließbaren Lager und Materialmagazin unter, das in der Halle abgetrennt wurde.

Auf dem ebenfalls neu entstandenen Containerplatz stehen künftig die Schüttmulden für Steine, Plastikmüll und organische Abfälle. Letztgenannter wurde sogar in die Erde eingelassen, um künftig den organischen Müll direkt abkippen zu können und nicht mehr mühsam per Hand entsorgen zu müssen.

Schüttboxen erleichern die Arbeit

An anderer Stelle des neuen Betriebshofes nehmen künftig drei Schüttboxen Erdaushub, Sand und Schotter auf. „So getrennt entfällt künftig das lästige Sortieren, wenn Material zum Verfüllen benötigt wird“, erläutert Schiffer.

380 000 Euro haben die TBV in den neuen Standort investiert – Geld, das eigentlich schon seit vielen Jahren dort „verbaut“ worden sein sollte. „Aber immer kam etwas anderes dazwischen, waren andere Baumaßnahmen wichtiger“, erzählt Schiffer.

Eigener Platz für die Fahrzeugwäsche

Nur das Herzstück des neuen Betriebshofes kann derzeit noch nicht genutzt werden: Der Waschplatz mit Ölabscheider, bei dem alle bei der Fahrzeugwäsche anfallenden Schadstoffe aufgefangen und separat entsorgt werden, muss erst noch von der Umweltbehörde des Kreises abgenommen werden.

In den kommenden Tagen aber ist erst noch mal Großreinemachen angesagt. Bevor die neue Halle eingeräumt wird, soll sie noch einmal „besenrein“ gemacht werden.. Schiffer: „Das schafft man nie wieder, wenn sie erst eingeräumt ist.“