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Freunde und Wegbegleiter feiern

02.10.2012 | 20:24 Uhr
Freunde und Wegbegleiter feiern
Der Kirchenchor der Evangelischen Kirchengemeinde Langenberg. Konzert zum Jubiläum des Kantors Peter Nowitzki.Foto: Sonja Glaser-Stryak

Langenberg.   Kantor Peter Nowitzki wurde mit facettenreichem Konzert geehrt.Kirchenchor, Gemeinde und Kollegen trugen zur Feier bei

Wie kann man einen lang gedienten Kirchenmusiker am besten ehren: Natürlich mit einem aussagekräftigen Musikprogramm. Eben dies wurde für das silberne Amtsjubiläum von Kantor Peter Nowitzki in der alten Kirche zelebriert.

Nach dem eher tiefernsten, ja etwas düsteren Einstieg mit der Sonate: „Sollt ich meinem Gott nicht singen“ von Samuel de Lange, gespielt von Günther Schwich an der Orgel und dem gleichnamigen Choral von Paul Gerhard, mit dem der Kirchenchor den Anfang machte, konnte man den Meister selbst hören: Peter Nowitzki spielte seine 25 Jahre im Dienst der evangelischen Kirche in 25 Minuten. „Streiflichtern gleich“, wie er diese spannend zu hörende musikalische Zeitreise betitelte.

Ebenso facettenreich wie die von ihm beherrschten Klangspektren der Kirchenorgel, von sachlich und verspielt bis gewaltig und tief ergreifend, hat sich auch des Kantors Tätigkeit während dieser langen Jahre dargestellt. Pfarrer Volker Basse brachte es in seiner Grußrede auf den Punkt: „Von hoher Kunst bis zur Muppet-Show zu Weihnachten“ habe sich Peter Nowitzki in diesem anspruchsvollen Spagat zwischen erhabener Kunst und den Bedürfnissen des modernen Kirchenalltags als überaus virtuoser „Spieler“ gezeigt.

Abwechslungsreiche Darbietungen

Bunt war daher auch das weitere Gratulationsprogramm, für das wesentlich Chorleiterin und Musikerin Yasmin Aevermann viel Verantwortung übernommen hatte. Sie selbst brachte ihrem Kollegen und den zahlreichen Gästen neben der Chorleitung auch zwei anspruchsvolle Stücke auf der klassischen Gitarre zu Gehör. Das moderne Lied „Unser Leben sei ein Fest“ wurde von Rosemarie Hey, die sich selbst auf der Orgel begleitete, auf der Empore gesungen und repräsentierte ebenso wie das Chorstück „Alle Dinge dieser Welt“ die neuere, fröhliche und zuversichtliche Kirchenmusik. Das Credo von Maklakiewiecz, die Gesangssoli von Ursula Lafenthaler und die das Programm einrahmenden Stücke stellten die eher klassischen bis orthodoxen Beispiele der geistlichen Musik dar.

Für gerührtes Amüsement sorgte „Altmeister“ Wolfgang Stockmeier, der seinem Mitmusikus und den Zuhörern fünf nostalgische Stücke auf dem Klavier vorspielte, die er seinerzeit für einen Barpianisten komponiert hatte: Hohe Kunst und leichte Muse in fröhlicher Umarmung.

Carlo Steimes steuerte als Rezitator Gedichte von Rainer Maria Rilke bei, dessen zweites Gedicht sich auch als Gebet verstehen ließe. Die Liebe war das Hauptthema des Kantors: Die Liebe zur Musik, zu seiner Arbeit im Dienste der Kunst und der Gemeinde, seit 25 Jahren.

Lisa Bianchini

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