Freibad-Saison im Panoramabad Neviges hat begonnen

Thomas Mracek geht im Sommer etwa drei Mal in der Woche schwimmen. Die 50-Meter-Bahnen im Freibad sind dafür optimal.
Thomas Mracek geht im Sommer etwa drei Mal in der Woche schwimmen. Die 50-Meter-Bahnen im Freibad sind dafür optimal.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Seit Donnerstag sind Sport-, Wellen- und Sprungbecken im Panoramabad Neviges wieder geöffnet. Zwar gab’s Sonne pur, es war aber noch etwas kühl.

Neviges..  Die Sonne strahlt vom blauen Himmel, die Becken sind geputzt – pünktlich zum Vatertag beginnt die Freibadsaison im Panoramabad. Da kann auch der noch kühle Luftzug nicht dran rütteln.

Wer bei diesen Temperaturen schon draußen schwimmen geht? Gestandene Wasserratten wie Maja zum Beispiel, denen der Wind nichts ausmacht. „Im Wasser merkt man ihn gar nicht und wenn ich raus gehen, habe ich ja mein Handtuch“, sagt sie und schlingt sich das blaue Badetuch etwas enger um die Schultern. Maja hat ihre Mutter, die als Bademeisterin im Panoramabad arbeitet, an ihrem schulfreien Tag begleitet. Im Sommer kommt die Zehnjährige oft her, das Freibad gehört für sie einfach mit dazu. Nur auf die Wiese lege sie sich nicht so gerne. „Da krabbeln zu viele Ameisen“, findet sie.

Die stören Yvonne Clerx weniger. Sie hat ihr gestreiftes Handtuch auf dem Rasen ausgebreitet und genießt nun die Sonne. „Seit vier Jahren bin ich fast jeden Tag hier“, erzählt sie. Clerx habe schon darauf gewartet, dass das Freibad wieder öffne und im Internet geschaut, wann es endlich soweit sei.

Ansturm kommt noch

„Draußen ist eine wahnsinnige Fläche. Da lege ich mich gerne mal hin, ein Buch oder Musik brauche ich nicht. Ich höre einfach auf die Geräusche um mich herum.“

Am ersten Tag ist es zwar noch nicht so voll wie an den richtig heißen Sommernachmittagen, dennoch dringt das Juchzen einiger Kinder herüber, die bibbernd und lachend zwischen den Becken hin und her laufen. Und auch das laute Platschen ist zu hören, wenn Leon (12) sich wieder vom Fünf-Meter-Brett ins Wasser stürzt. „Für mich sind die Sprungtürme das Beste im Schwimmbad“, sagt er und klettert die Leiter erneut hoch, um anschließend mit einer Drehung ins Wasser zu springen. Vater Michael Moosmann schaut ihm vom Beckenrand aus zu. „Wir sind oft hier im Freibad“, erzählt er. „Einerseits sind die Sprungtürme in der Gegend eher rar, andererseits gefällt es uns im Panoramabad einfach richtig gut.“

Eis für Sonnenanbeter

Zur Stärkung hätten sich die beiden gerade schon Bratwurst mit selbstgemachtem Kartoffelsalat und zum Nachtisch selbstgemachtes Eis am Strand-Café gekauft. Der neue Inhaber Donato Di Stasio und sein Team sind für die Saison bestens gerüstet und freuen sich, dass es jetzt losgeht. „Heute waren zwar noch nicht so viele da, aber es ist ja gerade der erste Tag. In den Spitzenzeiten werden wir mit sieben bis acht Leuten hier arbeiten.“ Und die Besucher bei idealem Freibadwetter, knallender Sonne und 30 Grad im Schatten mit kühlem Eis versorgen.