Frauen zeigen Kunst „mit ohne“

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Was wir bereits wissen
Am Samstag wird in der Galerie 23 in Langenberg eine ganz besonderen Ausstellung eröffnet. Für Besucher auch eine Gelegenheit auch, mit den Künstlerinnen ins Gespräch zu kommen.

Langenberg..  Zur Vernissage einer ganz besonderen Ausstellung laden die Galerie 23 und Inhaberin Doris Stevermüer am Samstag, 27. Juni ab 18 Uhr in die Frohnstraße 3 ein: „[mit ohne ...]“ zeigt die Arbeiten von fünf Künstlerinnen aus dem Ruhr- und Rheinland. So findet der interessierte Besucher in den Werken von Edith Oellers, Christiane Püttmann, Henriette Rintelen, Anja Maria Strauss und Katja Wickert, die alle bei der Vernissage anwesend sein werden, eine breite Vielfalt von ästhetischen Auseinandersetzungen mit Material und Umwelt. Grüne Wälder, abenteuerliche Hausarrangements in Form von Plastiken, zarte Pflanzenkunst sowie Materialexperimente in ganz großen und kleinen Format erwarten den Kunstbetrachter in den schönen Räumen der Galerie.

Mit Humor und raffinierten Details

Gleich beim Betreten der Galerie wird in den ersten beiden Räumen die Gegenwart verschiedenster Kunstwerke offenbar: Es begrüßen Steinskulpturen der Bildhauerin Christiane Rüttmann, die sich in ihren Werken sowohl mit dem menschlichen Gesicht als auch dreidimensionalen Stadtansichten beschäftigt – oft mit Humor und immer mit raffinierten Details. Dem gegenüber stehen die fragil wirkenden Pflanzenskulpturen und -installationen von Anja Maria Strauss. Der Künstlerin gelingt es durch die sensible Anordnung von Samen oder Stielen der Pflanze ihre eigene kleine Bühne zu geben und gleichzeitig beeindruckende Raumwirkungen zu erzielen.

Komplexe Bildwelten

Malerin Edith Oellers zeigt komplexe Bildwelten, die sie in Ölfarbe aus Erinnerungen, Fotografien und eigenen Wahrnehmungen differenziert zusammenfügt. „Ich möchte in meinen Bildern Geschichten von Situationen und Begegnungen erzählen“ beschreibt sie ihre Intention. So zeigen ihre Arbeiten Menschen in stimmungsvollen Alltagssituationen, inmitten von Stadtlandschaften oder romantischen Gärten – oft mit surrealen Elementen. Auch in der Malerei von Henriette Rintelen begegnen uns üppige Landschaft, die Malerin und Grafikerin legt jedoch den Fokus auf reine Naturdarstellungen, insbesondere Waldinterpretationen begegnen dem Betrachter in Ihren Bildern und Tuschezeichnungen.

Risse und kleine „Wunden“

Katja Wickerts farbtiefe, berührende Arbeiten in Blockformat runden die Ausstellung der fünf sehr unterschiedlichen Künstlerinnen atmosphärisch ab. Die Künstlerin lässt sich ganz vom Material führen, kombiniert verschiedenste Farben, Öle und Pigmente in immer neuen Schichten und arbeitet in ihre Werke schließlich spannungsreich Risse und kleine „Wunden“ ein. Diese Kratzer und Sprünge, die Wickert den Holzblöcken mit kleinen Werkzeugen, aber auch der Kettensäge zufügt, lassen ihre Werke lebendig und teilweise sogar antik wirken.

Trotz und gerade wegen der individuellen Arbeiten der fünf Künstlerinnen ist eine harmonische Ausstellung mit eindrucksvollen Gegenüberstellungen entstanden, die bis zum 16. August in der Galerie 23 zu sehen ist.