Flüchtlinge fehlten beim Kennenlern-Treff mit Bürgern

Beim nächsten Mal soll die Runde im Gemeondesaal Siepen wieder größer sein: Das Team „Waldschlößchen“, Gemeindemitglieder der evangelisch-reformierten Kirche und Nevigeser warteten beim zweiten Austausch-Treff vergeblich auf ihre neuen Nachbarn. Grund: Die Flüchtlinge haben den Termin nicht mitbekommen.
Beim nächsten Mal soll die Runde im Gemeondesaal Siepen wieder größer sein: Das Team „Waldschlößchen“, Gemeindemitglieder der evangelisch-reformierten Kirche und Nevigeser warteten beim zweiten Austausch-Treff vergeblich auf ihre neuen Nachbarn. Grund: Die Flüchtlinge haben den Termin nicht mitbekommen.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Ein Missverständnis führt dazu, dass kein einziger Flüchtling in den Gemeindesaal Siepen kam, um sich dort mit Nevigesern auszutauschen und einander besser kennenzulernen.

Neviges..  Das Waffeleisen ist schwer im Einsatz, auf den Tischen türmt sich Butterkuchen, daneben liegen Buntstifte und Papier für die kleinen Gäste. Das „Waldschlößchen-Team“, eine Gruppe von Ehrenamtlichen, die sich bis zur Auflösung der Erstaufnahmestelle Sporthalle Waldschlößchen um Flüchtlinge kümmerte, hatte wirklich an alles gedacht. Bei einem gemütlichen Kaffeetrinken im Gemeindesaal der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde im Siepen sollten sich Nevigeser und Flüchtlingen besser kennenlernen. Was beim ersten Treffen vor einer Woche ja auch prima geklappt hat. Dass beim zweiten Mal nicht ein einziger Flüchtling den Weg von der Unterkunft ehemaliges Krankenhaus bis zum Gemeindesaal im Siepen fand, hat einen einfachen Grund: Die neuen Nachbarn wussten nichts davon – was das Waldschlößchen-Team erst erfuhr, als es den Kuchen nach dem geplatzten Treffen zur Unterkunft brachte.

Jugendtreff läuft mittlerweile gut

So habe man vergeblich nach den zweisprachig gedruckten Aushängen gesucht, die auf das Treffen hätten hinweisen sollten, sagte Sabine Stumke-Schönen vom Waldschlößchen-Team. Bei der Premiere am 25. Februar hatte Maria Bergmann von der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde fast 40 Flüchtlinge persönlich zu Fuß abgeholt. Dann wurde ausgemacht, dass sie sich für den zweiten Treff allein auf den Weg machen sollten – was aufgrund der Sprachprobleme aber anscheinend nicht richtig ankam.

Viele Nevigeser, darunter auch Melanie Silipo und Marion Grünhage, haben den Austausch beim ersten Mal als sehr positiv empfunden und sich daher schon auf ein Wiedersehen gefreut: „Einige Kinder haben übersetzt, das klappte ganz gut.“ Auch sie hatte vor einer Woche den Eindruck, die Familien hätten die Verabredung verstanden. Ironie des Schicksals: Zum zweiten Treffen kam jetzt zwar ein Dolmetscher mit, es gab aber nichts zu übersetzen, weil ja kein Flüchtling da war . . .

Sabine Stumke-Schönen vom Team Waldschlößchen ist sicher, dass diese Anlaufschwierigkeiten schnell behoben sind. So laufe der Treff für junge Flüchtlinge im Café Eckstein mittlerweile richtig gut.