Fleißige Helfer für AWO-Stadtteiltreff Neviges gesucht

Haben Mittags alle Hände voll zu tun: AWO-Mitarbeiter Stefan Jakob und Louise Ludewigs, ehrenamtliche Kraft im AWO-Stadtteiltreff an der Elberfelder Straße.
Haben Mittags alle Hände voll zu tun: AWO-Mitarbeiter Stefan Jakob und Louise Ludewigs, ehrenamtliche Kraft im AWO-Stadtteiltreff an der Elberfelder Straße.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Ohne das Engagement der ehrenamtlichen Helfer wäre das Angebot im Stadtteiltreff Neviges undenkbar. Wer Lust hat, sinnvoll seine Zeit zu verbringen: Es werden noch Leiter für weitere Kurse gesucht.

Sie schälen Kartoffen, geben Tipps, wenn ein Gang zu Ämtern ansteht, machen Anfänger fit für das Internet. Verschenken ihre Zeit auf vielfältige Weise, um anderen Menschen das Leben schöner zu machen. Ohne Ehrenamtliche liefe nichts im AWO-Stadtteiltreff an der Elberfelder Straße 21. Bei der Aktionswoche hatten einige Besucher Fragen rund ums Ehrenamt. Was Stadtteiltreff-Leiterin Andrea Siepmann freut – denn Zuwachs ist hier stets willkommen.

„Viele könnten sich vorstellen, sich zu engagieren, sind aber unsicher, weil sie nicht wissen, was da auf sie zukommt“, zieht Andrea Siepmann nach der Aktionswoche Bilanz. Sie weiß nicht erst seit gestern, dass die Zeiten schwieriger geworden sind, um Menschen für das Ehrenamt zu begeistern: „Viele möchten unabhängig sein, ihre Tätigkeit selbst einteilen können.“ Was nach Absprache auch durchaus möglich ist.

„Was man als Voraussetzung mitbringen muss? Vor allem Spaß. Ja, das ist am wichtigsten. Ehrenamt soll Spaß machen. Alles andere kann man dann in Gesprächen mit uns regeln.“

Auf der Wunschliste: ein Koch

Eine ihrer wichtigsten Stützen: Louise Ludewigs, die drei Mal wöchentlich in der Küche hilft, beim Mittagstisch und natürlich jeden Donnerstag ab 9 Uhr beim Marktfrühstück, beliebter Treffpunkt vieler Nevigeser. Louises Sauerkraut ist legendär, aber auch die Seniorin freut sich über Unterstützung, wie Andrea Siepmann weiß: „Es wäre toll, wenn sich bei uns ein Koch austoben würde. Schon einmal die Woche reicht, meinetwegen auch einmal im Monat, da bin ich völlig flexibel.“

Von den insgesamt zehn Ehrenamtlichen seien an dieser Stelle nur einige erwähnt, die in der Einrichtung ein abwechslungsreiches Programm ermöglichen: Dienstags leiten Manfred Motschull und Manfred Ulbrich die Skatrunde, freitags berät der Verwaltungsfachwirt Eckhard Tetzlaff in der sozialrechtlichen Sprechstunde, die normalerweise von 13 bis 14 Uhr im Stadtteiltreff läuft, jetzt in den Ferien aber ausschließlich nach telefonischer Absprache ( 02053/7312). Nicht zu vergessen der Kurs für den richtigen Umgang mit dem iPad, den Hans-Jürgen Wallberg nach Bedarf im Frühjahr und Herbst anbietet. Weitere fleißige Helfer sind unerlässlich für die Organisation von Festen und Aktionen.

Um das bestehende Angebot weiter ausbauen zu können, sind Menschen mit Fachkenntnis willkommen, die sich zutrauen, einen eigenen Kurs zu leiten.

Leiter für weitere Kurse gesucht

„Ein Osteoporose-Kurs wäre toll, Nachfrage gibt’s auch für Wirbelsäulen-Gymnastik“, so Stadtteiltreff-Leiterin Andrea Siepmann. „Aber ich bin da absolut offen für weitere Ideen.“

Ebenfalls vorstellbar: Sprachkurse sowie eine Anleitung zum richtigen Walken. Wer sich engagieren will, vor einer regelmäßigen Verpflichtung aber zurückschreckt: Ab September gibt es ein bis zweimal im Monat, immer freitags, das „Themencafé“. Gesucht werden dazu Menschen, die sich kompetent fühlen, Vorträge zu verschiedenen Themen zu halten. Das Spektrum? Weit gespannt – von Rosenzucht bis Gesundheitsberatung. Nur eines gibt’s nicht: Geld. Denn Zeit ist unbezahlbar.