Flashmob zündet nicht
20.11.2009 | 18:47 Uhr 2009-11-20T18:47:00+0100Das Bildungsstreik-Komitee wollte zum Abschluss der Aktionswoche einen Kreisverkehr mit Radfahrern blockieren.
Von der Forderung rücken sie nicht ab: „Unser Hauptziel sind mehr Investitionen in unsere Bildung”, erklärt Tatjana Otto. Die 16-Jährige ist Mitglied im Bildungsstreik-Komitee. Nachdem bereits am Dienstag nach Angaben der Veranstalter 2000 Schülerinnen und Schüler für ihre Rechte in der Fußgängerzone protestierten, war gestern eine weitere Aktion geplant.
Am Willy-Brandt-Platz wollte Jugendliche mit ihren Fahrrädern den Kreisverkehr blockieren. „Ich hoffe, dass das bei den Menschen richtig ankommt. Wir wollen nicht einfach nur sinnlos den Verkehr stören”, erzählte die 16-Jährige vor der Aktion, die für 16 Uhr geplant war. „Wir brauchen Aufmerksamkeit, damit unserere Probleme endlich einmal erkannt und ernstgenommen werden.”
Der Plan scheiterte. Lediglich zwei Schüler tauchten mit ihrem Fahrrad auf. Die Besatzung von zwei Einsatzwagen der Polizei hielt die Organisatoren, die später wenigstens ihre Plakate gut sichtbar für den Berufsverkehr aufstellen wollten, im Blick.
Die Bilanz für die ganze Woche fiel dennoch positiv aus: „Ich kann wirklich nur ein äußerst positives Fazit nach unseren Aktionen ziehen”, sagt Otto. Aufmerksamkeit – die haben die vielen Protestler in den letzten Tagen sicherlich bekommen. Viele Bürger echauffierten sich nicht nur über gestohlene Mandarinen oder Papierschnitzel, sondern auch über pöbelnde und in Einzelfällen sogar betrunkene Jugendliche in der Fußgängerzone. „Für die teils etwas chaotischen Zustände konnten wir als Organisatoren auch nichts. Es gibt halt immer ein paar Unruhestifter, die dann leider ein schlechtes Bild auf die ganze Aktion werfen”, bedauert Otto. „Im Großen und Ganzen denke ich aber, dass die Demonstration durchaus positiv angekommen ist und den Schülern außerdem auch noch Spaß gemacht hat.” Die Proteste sollen jetzt Wirkung zeigen. Die Politiker seien aufgefordert, zumindest zu versuchen, etwas an den Misständen zu ändern.
Vor allem willkürlich vergebene Kopfnoten, Lehrermangel und das neue G8-System sorgen für reichlich Zündstoff. „Es mangelt uns an sehr vielen Dingen. Zum Teil sind es auch nur kleine Sachen, wie die Kopfnoten, die den Schulalltag aber trotzdem stören”, sagt Otto. „Diese werden meist nach Sympathie verteilt und haben deshalb eigentlich überhaupt keine Aussagekraft.”
Auch Lehrer unterstützen die Schülerinnen und Schüler in ihrem Tatendrang. „Viele Lehrer sind sehr beeindruckt von unserem Engagement. Ihnen geht es auch nicht anders. Sie leiden genauso wie wir unter den Neuerungen in unserem Schulsystem.”
Autofahrern und ordnungsliebenden Menschen sei an dieser Stelle gesagt, dass der Flashmob (= spontane Zusammenkunft von Menschen in der Öffentlichkeit) am Kreisverkehr vorerst die letzte Aktion war.
22:21
Finde es schon traurig wie hier wieder gehezt wird. Die Schreiberin kann sich gerne bei der Polizei erkunden, dass der Streifwagen nicht wegen uns da war, die hatten einen Einsatz im Hochhaus Berliner Straße und wie Kai schon schrieb, der Krankenwagen war nciht wegen uns da.
Der Flashmob hat nicht geklappt, dafür standen wir mit unseren Bannern auf dem Kreisverkehr. Fotos und bericht gibt es auf der HP zum Bildungsstreik.
21:27
ich denke erwachsene die einen beruf haben sind nicht in der lagen zu verstehen wieso wir mehr bildung fordern sie verdienen ihr geld und erwarten das die jugendlichen einfach mitleben. ohne eigene meinung ohne eigene rechte so wie es unsere regierung auch am liebsten hätte. damit, dass die jugendlichen, die etwas lernen möchten und sich eine gute zukunft mit gutem job wünschen, für ihre rechte auf die straße gehen rechnen sie nicht. daran sieht man die doofen haben die macht.
14:36
Genau solche Reaktionen bezüglich Schwachmaten provoziert eine Zeitung doch, in dem durchweg negative Hetzpropaganda betrieben wird. Die Abneigung gegen alles was jugendlich oder jung ist, gegen alles was aus dem spießigen Rahmen einer erwachsenen Wunschvorstellung fällt, ist doch demnach handgemacht. Der Traum vom kritiklosen, nixsagenden und mündigen Vorbildbürger geht nur leider nicht auf.
18:01
Die Einsatzwagen waren NICHT wegen uns da! Außerdem waren es immerhinn 3 Leute mit Fahrrad :P
Im Auge behalten hat die Polizei uns auch nicht, da es einen Einsatz im anliegenden Hochhaus gab. Für uns wäre ja wohl kaum ein KRANKENWAGEN gekommen!
Das nächste mal würde ich mich villeicht mal besser informieren, was die Polizei macht.
Außerdem war es im Endeffekt eine gelungene Aktion, auch wenn wir kurzfristig umplanen mussten. Fast alle Autofahrer und auch die vollbesetzten Busse haben uns Wahrgenommen.
Das nächste mal besser recherchieren, damit nicht nochmal so nen MIST dabei rumkommt!
14:02
Mir machen Jugendliche keine Angst, die sich Fragen nach ihrer Zukunft stellen, angesichts eines Bildungssystems, das in den letzten Jahren systematisch verschlechtert wurde.
Angst machen mir Erwachsene, die unter dem Anschein professionaler Überlegenheit eine ganze Weltwirtschaft an den Abgrund gefahren haben.
Sollte ich jemals zu spät kommen, weil Jugendliche im Rahmen einer friedlichen Aktion auf ihr Anliegen aufmerksam machen, werde ich es ertragen, denn es geht nicht nur um Bildungschancen, sondern auch um die Renten derjenigen, die sich hier in ihrer Ruhe gestört fühlen.
Es gibt zu wenig junge Menschen, die an Veränderung glauben und dafür Kreativität entwickeln und zu viele Erwachsene, die glauben, sie ginge dies nichts an.
12:35
Ich finde es beschämend Jugendliche als Schwachmaten zu bezeichnen, die sich für ihre Ziele auf die Straße bewegen und 2000 Jugendliche mobilisieren und bei einem Flash Mob weiter auf die Missstände im Bildungssystem aufmerksam machen wollen.
Die Aktionen des Bildungsstreikes haben NULL mit irgendwelchen brennenden Mülltonnen zu tun und ich finde es entsetzlich, dass sie so niveaulos auf Jugendliche in Velbert einpreschen, die sich politisch engagieren.
09:57
@ M.Glück
...dann klappt es in Zukunft wenigstens mit dem Namen tanzen.
Was wollten Sie eigentlich schreiben?
02:43
Das Fräulein Otto scheint auch sehr helle zu sein. Wenn ich von der Arbeit nach Hause, oder von zu Hause zur Arbeit will, habe ich natürlich besondres Interesse an den sonstigen Aktionen der Schwachmaten, die dort den Verkehr lahmlegen (oder es versuchen). Und wenn nächste Woche die Mülltonnen an der RS Kastanienallee mal wieder brennen, dann ist das auch nur um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Das ist wie mit CO2 oder Anti Terror, damit kann man alles begründen.
Die verehrte Tatjana sollte lieber Nachhilfeunterricht nehmen, dann klappt es in Zukunft wenigstens mit dem Namen tanzen. Bei sowenig Sozialer Kompetenz verwundert es auch nicht, wenn sie, oder alle Teilnehmer, sich gegen Kopfnoten aussprechen, solche Aktionen weisen Miserable Soziale Noten aus.
Es ist schon fast belustigend, wie sich gegen Chaos bei der Demo am Dienstag ausgesprochen, bzw. entschuldigt wird, um Freitags darauf ganz gezielt für Chaos zu sorgen.
02:39
Das Fräulein Otto scheint auch sehr helle zu sein. Wenn ich von der Arbeit nach Hause, oder von zu Hause zur Arbeit will, habe ich natürlich besondres Interesse an den sonstigen Aktionen der Schwachmaten, die dort den Verkehr lahmlegen (oder es versuchen). Und wenn nächste Woche die Mülltonnen an der RS Kastanienallee mal wieder brennen, dann ist das auch nur um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Das ist wie mit CO2 oder Anti Terror, damit kann man alles begründen.
Die verehrte Tatjana sollte lieber Nachhilfeunterricht nehmen, dann klappt es in Zukunft wenigstens mit dem Namen tanzen. Bei sowenig Sozialer Kompetenz verwundert es auch nicht, wenn sie, oder alle Teilnehmer, sich gegen Kopfnoten aussprechen, solche Aktionen weisen Miserable Soziale Noten aus.
Es ist schon fast belustigend, wie sich gegen Chaos bei der Demo am Dienstag ausgesprochen, bzw. entschuldigt wird, um Freitags darauf ganz gezielt für Chaos zu sorgen.
00:49
Hallo Frau Schubert,
okay, Ihnen haben die Aktionen der SchülerInnen nicht gefallen oder aber sie haben hierfür kein Verständnis... geschenkt. Aber dass Sie nicht die Professionalität besitzen, Ihre scheinbar negative Meinung zumindest partiell zurück zu halten, obwohl Sie sich Ihrer Verantwortung für die Meinungsbildung bewusst sein müssten, nicht geschenkt, sondern beschämend. Kleiner Tipp: schauen sie doch mal im sportverein (Spvgg Velbert z.B.), da finden sie, sagen wir mal, 50 % der Menschen alkoholisiert. Im übrigen auch noch ganz andere Menschen. Noch nicht bemerkt? Spricht nicht gerade für Sie. Aber egal. Statt zu begrüssen, dass sich Schüler selbst organisieren und nicht alles ertragen, was Ihnen tagtäglich zugemutet wird, von G8 bis (vorauszusehender) Lehrstellenknappheit, übrigens in ihrem eigenen Blatt kritisiert, denunzieren Sie ganz im Stile einer Dorfgazette im Sauerland. Für mehr Flashmobs!