Firma Wilka in Velbert wird 150 Jahre alt

Bürgermeister Dirk Lukrafka (r.) überreicht Schlotschmet-Plakette an Robert (l.) und Wolfgang K. Schlieper.
Bürgermeister Dirk Lukrafka (r.) überreicht Schlotschmet-Plakette an Robert (l.) und Wolfgang K. Schlieper.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
150 Jahre Wilka Schließtechnik. Bürgermeister Dirk Lukrafka überreicht Schlotschmet-Plakette an Vater und Sohn Schlieper.

Velbert..  Es ist das Jahr großer Firmenjubiläen – nach dem 175. Geburtstag von CES jetzt das 150-jährige Bestehen von Wilka Schließtechnik. Eine willkommene Gelegenheit also, im feierlichen Rahmen die Vitalität der mittelständischen Industrie zu loben. „Besonders erfreulich stimmt da der Aspekt, dass Wilka das älteste inhabergeführte Unternehmen Velberts ist“, sagte Stephan Schmidt, Geschäftsführer des Fachverbandes Schloss- und Beschlagindustrie, in seinem Grußwort.

Am Donnerstag gab es den Festakt zum Jubiläum am Firmensitz Mettmanner Straße. Unternehmensleiter Wolfgang K. Schlieper begrüßte Geschäftspartner und Freunde des Hauses, freute sich besonders über den Besuch von Bürgermeister Dirk Lukrafka, der Schlieper und seinen Sohn Robert für „engagiertes Unternehmertum“ mit der Schlotschmetplakette auszeichnete: „Ihre Produkte sind es, die unser Leben angenehmer und sicherer machen.“

Wilhelm Karrenberg, der Gründer der unternehmerischen Erfolgsgeschichte, beginnt 1865 als 30-Jähriger eine Existenz als selbstständiger Schlossmacher. Nicht wie viele andere in seiner Zeit im Nebenerwerb, sondern hauptberuflich stellt er Möbelschlösser her, gewinnt später seine Söhne Julius, August und Ernst als Mitstreiter und Fortführer seines Werks. „In unserem Verwaltungsgebäude sind heute noch größere Räume nach diesen vier Pionieren benannt“, sagt Wolfgang K. Schlieper. Die Produktpalette wird über die Jahre immer mehr erweitert, Türschlösser kommen hinzu, 18 Mann arbeiten 1888 bereits für Familie Karrenberg. 1894 gehen erste Wilka-Produkte ins Ausland, der Geschäftserfolg geht über viele Jahrzehnte mit der Vergrößerung von Produktion- und natürlich auch Produktionsfläche einher.

Vor dem Generationensprung

Die beiden Weltkriege warfen auch Wilka zurück, Inflationen und Wirtschaftskrisen stellen zwischenzeitlich alle Erfolge in Frage. „Doch die unternehmerische Energie und beherztes Investieren trugen die Firma über solche Phasen hinweg und führten dazu, dass Wilka heute mit 240 Mitarbeitern in Velbert und 35 im polnischen Leszno gut aufgestellt ist“, führte IHK-Geschäftsführer Ulrich Hardt in seinem Grußwort aus.

Wilka-Chef Wolfgang K. Schlieper, der das Geschäft im kommenden Jahr in die Hände seines Sohnes Sohn Robert legen und damit der sechsten Generation das Steuer übergeben wird, hat Wilka noch für das digitale Zeitalter fit gemacht. „Wir werden von unseren Kunden daran gemessen, wie schnell wir ihre Wünsche erfüllen“, sagte er. In einem sehr persönlich gehaltenen Dialog dankt Robert dem Vater für die gute Vorbereitung des Generationensprungs. „Mit der von dir geformten Mannschaft soll es mir wohl gelingen, weiterhin ein verlässlicher Partner für unsere Kunden zu sein.“