Feuer in Firmenhalle in Velberter Industriegebiet Röbbeck

Dicker Rauch quillt aus der Halle der Firma Paul Voormann. Reinigungsmittel werden hier hergestellt, in der Halle lagerten aber keine.
Dicker Rauch quillt aus der Halle der Firma Paul Voormann. Reinigungsmittel werden hier hergestellt, in der Halle lagerten aber keine.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Großeinsatz für die Velberter Feuerwehr am Dienstagnachmittag: Eine Firmenhalle im Industriegebiet Röbbeck brannte in voller Ausdehnung. Ursache ist vermutlich ein Feuer in einer Ladestation für Gabelstapler.

Velbert..  Großalarm für die Velberter Feuerwehr am späten Dienstagnachmittag: Im Industriegebiet Röbbeck stand eine Firmenhalle in voller Ausdehnung in Flammen. Schon von weitem war die Rauchsäule zu sehen, die sich meterhoch über dem Gebäude an der Siemensstraße auftürmte.

Die Feuerwehr war mit Kräften aus allen drei Stadtbezirken im Einsatz, „um die 100 Leute sind hier vor Ort“, sagte Feuerwehrsprecher Reinhard Lüdeke. Auch der Betreuungszug des Roten Kreuzes musste ausrücken. „Wir richten uns auf einen längeren Einsatz ein“, sagte Lüdeke gegen 18 Uhr. Da waren seine Kollegen schon gut anderthalb Stunden im Einsatz. Denn der gestaltete sich schwierig: An der Gebäudefront ging es zunächst einigen Bäumen an den Kragen, die der Drehleiter im Weg standen. Gut im Blick behalten mussten die Wehrleute dabei die Fassade der Halle, die sich stark erhitzt hatte. An immer mehr Stellen verfärbte sich die Wand schwarz, Rauch drang aus allen möglichen Ritzen und Löchern, Flammen loderten gut sichtbar im Inneren des Gebäudes. Mehrere Male gab es den Befehl „zurück“, doch die Wand hielt.

Straßen gesperrt

Währenddessen prasselte von einer der beiden Drehleitern permanent Wasser auf das Dach der Halle, nach gut 45 Minuten brauchten die beiden Feuerwehrleute eine Pause, wurden ausgetauscht. Besorgte Nachbarn – Anwohner und Angehörige benachbarter Betriebe – erkundigten sich bei der Einsatzleitung nach dem Rauch: Ist der gefährlich? Müssen wir aus unseren Wohnungen und Firmen raus? – Die Feuerwehr gab zwar Entwarnung, drei Gebäude an der Rückseite der brennenden Halle mussten dennoch geräumt werden. Denn die zwei Wohnhäuser und die Firma an der Harkort­straße standen genau in Abzugsrichtung des Qualms.

Ausgebrochen war das Feuer ersten Vermutungen nach an der Ladestation für einen Gabelstapler. „Aber obwohl Betriebsangehörige direkt versucht haben zu löschen, griffen die Flammen auf das Gebäude über“, berichtet Feuerwehrsprecher Reinhard Lüdeke. Ein 57-jähriger Mann wurde mit Verdacht auf Rauchgasentwicklung in ein Krankenhaus gebracht.

Die Siemensstraße war während der Löscharbeiten zwischen dem Kreisverkehr Langenberger-/Siemensstraße und dem Kreisel Siemens-/Stahlstraße gesperrt, auch die Langenberger Straße durfte zwischen der Kreuzung Langenberger-/Stahl-/Bleibergstraße und dem Kreisel Langenberger-/Siemensstraße nicht befahren werden.

Bei Redaktionsschluss dauerte der Einsatz noch an.