Faszinierendes mit und ohne Farbe

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Sie bleibt ihrem erfolgreichen Konzept der Doppelausstellung treu: Galeristin Doris Stevermüer. Am morgigen Samstag , 23. Mai, lädt sie gemeinsam mit Michel M. und Adrian Eiserlo ab 18 Uhr in die Kunsträume der Galerie 23, Frohnstraße 3, zur Ausstellungseröffnung ein.

Adrian Eiserlo, 1983 in Mainz geboren, hat nach seinem Studium an der Fachhochschule für Gestaltung in Gießen Malerei und Grafik an der Akademie der bildenden Künste als Meisterschüler bei Stephan Schneider studiert. Seit 2012 ist er freier Mitarbeiter am Wuppertaler Von der Heydt-Museum. Seine Arbeiten entstehen in einem langwierigen Prozess des Sammelns und vielschichtigen Montierens: Fragmente eigener Druckgrafiken, Fotografien und gefundener Formen werden mit unterschiedlichen Mitteln unter anderem auf mattes oder durchsichtiges Acrylglas aufgebracht und miteinander verbunden. Grafische Reaktionen folgen. Das verwendete Material spielt dabei ebenso eine zentrale Rolle wie die Arbeitsweise des Übereinander- und Aufeinanderschichtens. Über die unterschiedlichen Materialien entwirft Eiserlo oszillierende Bildräume, die eine eigene räumliche und zeitliche Bildwirklichkeit schaffen und denen die Faszination nicht klar zu definierender Atmosphären zugrunde liegt.

Künstler Michel M., alias Michael Lange, 1964 in Osnabrück geboren, schloss sein Studium an der Fachhochschule für visuelle Kommunikation und Design ab. In seinen Zeichnungen finden sich eine Fülle von Informationen in den Darstellungen linearer und figurativer Abbildungen, auch manchmal in dazu gefügten Textfeldern. Farbe findet man in seinen Werken nicht. Grundthema vieler der Arbeiten ist die Auseinandersetzung mit der Existenz der Menschen, die er oft lediglich nur durch Konturen hervorgehoben darstellt. Manchmal karikierend überspitzt, widmet er sich ihren kleinen und großen Schwächen, Freuden und Ängsten. Manchmal sind es nur noch zusammengehaltene entleerte „Hüllenmenschen“, „auf dem Weg ins Leben oder schon bereits zurück – in die Idee des Nichts“.