Familienbetrieb Soltek aus Velbert feiert Jubiläum

Seit 50 Jahren ein Familienbetrieb: Rolf-Dieter Paulzen (re.) gratulierte Senior Ingo Soltek sowie dessen Sohn Thilo und Ehefrau Anita zum Jubiläum.
Seit 50 Jahren ein Familienbetrieb: Rolf-Dieter Paulzen (re.) gratulierte Senior Ingo Soltek sowie dessen Sohn Thilo und Ehefrau Anita zum Jubiläum.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Vor 50 Jahren eröffnete der Klempner-, Gas- und Wasserinstallateur-Meister Ingo Soltek seinen Fachbetrieb an der Bahnhofstraße. Heute führt sein Sohn Thilo – ein Doppelmeister – im Industriegebiet Röbbeck Regie.

Velbert..  Der alte Schriftzug in Blau und Rot „Ingo Soltek – San. Installation, Klempnerei, Heizung“ steht, wenn auch über die Jahrzehnte etwas verblasst, noch heute auf der Wand im Hinterhof an der Bahnhofstraße. Dort hatte sich der Klempner-, Gas- und Wasserinstallateur-Meister eingemietet und seinen Fachbetrieb eröffnet, den er mehr als 30 Jahre lang als Einzelunternehmer erfolgreich geführt hat. Das war im Mai 1965. Und im Dezember kam Sohn Thilo zur Welt, der mittlerweile den Familienbetrieb führt.

Anfangs gab’s kaum Konkurrenten

Dessen Sitz – mit eigener Werkstatt nebst privatem Wohnhaus – ist seit 1972 an der Borsigstraße im Industriegebiet Röbbeck, direkt am Waldrand. Dort stattete jetzt der Obermeister der Innung für Sanitär- und Heizungstechnik im Kreis Mettmann den Solteks einen Besuch ab: mit Blumen, Urkunde von der Handwerkskammer Düsseldorf und allerbesten Glückwünschen zum 50. Jubiläum. „Das hat man ja wirklich nicht häufig“, sagt Rolf-Dieter Paulzen. Zumeist gebe es nur einmal im Jahr ein solches Gold-Jubiläum zu feiern. Hingegen gebe es heutzutage „bestimmt 40“ Betriebe dieser Art vor Ort.

Als der Velberter Ingo Soltek (Jahrgang 1930) loslegte, waren es hingegen mal lediglich „etwa eine Hand voll“. Man habe richtig gut zu tun gehabt: „Immer voll ausgebucht“, erinnert sich der Senior, den seine Eltern übrigens eigentlich viel lieber Glaser lernen und werden lassen wollten. Doch ihr Sohn hatte seinen eigenen Kopf und ging seinen eigenen Weg, machte eine Klempner- und Installateur-Lehre in Thüringen. 1959 dann die Meisterprüfung.

In den ersten Jahren der Selbstständigkeit – Ehefrau Anita arbeitete im Büro mit – seien Kohle- von Gasöfen abgelöst worden. Die Umstellung von Stadt- auf Erdgas habe ebenfalls für viele Aufträge gesorgt, zudem seien die meisten Wasserleitungen noch aus Blei gewesen. Sie mussten aus Gesundheitsgründen durch Kupferrohre ersetzt werden. Zwei Monteure und ein Lehrling wurden beschäftigt.

Filius Thilo stieg 1985 mit in den Betrieb ein. „Ich bin damit groß geworden. Die Frage, ob ich weitermache, stellte sich gar nicht.“ Er ist Doppelmeister für Gas- und Wasserinstallation sowie Zentralheizungs- und Lüftungsbau. Größtenteils übernimmt er Privataufträge und arbeitet viel für eine örtliche Wohnungsbaugenossenschaft.

Man werbe zwar nicht damit, erzählt er, „aber natürlich sind wir 24 Stunden für unsere Kunden da“. Von denen viele schon über all die Jahre immer wieder dem Familienbetrieb den Vorzug geben. „Wir leben von unserem Kundenstamm“, so Anita Soltek, deren Aufgaben mittlerweile Schwiegertochter Marion übernommen hat.

Aktuell dreht sich das Geschäft vielfach um altersgerechten Umbau von Bädern mit flachen Brausetassen sowie um Heizungserneuerungen. Prinzipiell halten Thilo Soltek und seine drei Mitarbeiter mit dem technischen Fortschritt mit. „Solartechnik? Na klar“, sagt er, „aber nicht High-Tech kritiklos und um jeden Preis.“