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20.06.2007 | 09:11 Uhr

"Elternschule" geht in die nächste Runde.Neues Programm erscheint am 8. August

Wenn der Opa stirbt, ist das für viele Kinder schwer. Das eine weint, das andere ist still und lässt niemanden an sich heran. Willi Knust vom SKFM weiß, dass nicht nur die Eltern, sondern auch die Pädagogen mit der Situation oft überfordert sind und fragen, wie sie mit der Trauer ihrer Kinder umgehen sollen. "In unseren Kursen wollen wir Unterstützung, Hilfe und ganz praktische Ratschläge geben", erzählt Knust.

Aber auch im normalen Erziehungsalltag gibt es immer wieder ratlose Eltern. So auch, wenn Mamas und Papas Nerven schon beim morgendlichen Ankleiden strapaziert werden. Claudia Schmidt (SKFM) kennt diese Situationen. "Wie geht man damit um, wenn die Tochter sich vor dem Kleiderschrank nicht entscheiden kann?" Ein Dozent habe empfohlen, konsequent zu sein und das Kind im Schlafanzug in den Kindergarten zu schicken. "Das hat gewirkt. Die Eltern waren begeistert, das Kind künftig wesentlich entscheidungsfreudiger", erinnert sich Claudia Schmidt.

Mit einzelnen PEKiP-Kursen fing alles an. Seit vier Jahren hat das Projekt nun schon einen Namen: Die "Elternschule" bietet insgesamt elf verschiedene Themen. Ihr Programm reicht von allgemeinen Erziehungsfragen über Pubertät bis hin zur Trauerbewältigung. Wer fünf Kurse besucht, bekommt im Anschluss ein Zertifikat - den Elternführerschein - ausgestellt.

Die "Elternschule" ist ein gemeinsames Projekt der VHS und des SKFM. "Wir arbeiten aber auch mit anderen Institutionen zusammen", so Heike Beldig, Fachbereichsleiterin für Erziehung der VHS. Zu den Dozenten zählen ausgebildete Fachkräfte wie Psychologen, Heilpädagogen oder Ernährungsberater.

"Wir sind froh, dass Velbert mittlerweile so familienfreundlich ist", freut sich Heike Beldig. Selbstverständlich sei es, dass die Kurse der "Elternschule" auch mit dem Familiengutschein bezahlt werden könnten. Der wiederum ist ein Angebot des "Lokalen Bündnisses für Familie". Eltern bekommen ihn unter anderem bei der Geburt ihres Kindes. "Zu unserer Zielgruppe zählen nicht nur Eltern. Wir bilden auch Tagesmütter und Pädagogen aus", erklärt Claudia Schmidt. Wichtig sei ihr, dass bei der Programmgestaltung auch auf die Wünsche von Eltern und Pädagogen eingegangen werde. "Natürlich helfen wir bei akuten Problemen spontan." Das Programm für das kommende Semester erscheint am 8. August.Bei Fragen rund um die Elternschule sind die VHS unter der Telefonnummer 02051/949611/17 und der SKFM unter der Telefonnummer 02051/288918 behilflich.

Von Saskia Baeck

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