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Erfolgsgeschichten

28.08.2008 | 18:50 Uhr
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Wie ergeht es den Abiturienten der Gesamtschule?Jura, Medizin oder Architektur - ein Querschnitt

Gesamtschulabi - und dann? Was wird aus den Abgängern? Die WAZ beleuchtet den Lebenslauf einiger Kandidaten. Ein bunter Querschnitt:

1991 kam Sanela Perisa (21) mit ihren Eltern aus Kroatien nach Deutschland. Vor allem wegen der zunächst große Sprachbarrieren reichten ihre Noten in der Grunschule nicht fürs Gymnasium. Sanele Perisa ging auf die Gesamtschule. "Ich wusste schon früh, dass ich studieren möchte." Ihr Abi meisterte sie 2007 mit einem Schnitt von 1,5. Heute ist die junge Frau im zweiten Semster, studiert Jura an ihrer Wunschuni in Köln und möchte sich auf Europarecht spezialisieren.

Norbert Powaga (31) ist da schon einen Schritt weiter. Das Studium absolvierte er in Gießen. Der Assistenzarzt strebt einen Facharzt als Kardiologe an. "Nebenher schreibe ich meine Doktorarbeit." Powaga kam als Quereinsteiger nach der zehnten Klasse von der Haupt- zur Gesamtschule. 1997 machte er dann dort sein Abi. Nach dem Zivildienst und einer Ausbildung zum Rettungsaanitäter startete er sein Medizinmedizinstudium, was ihm nicht schwer fiel.

Michael Hirt (28) ist Abijahrgang 1999. Nach Zivildienst und vier Semstern System-Engineering wechselte er das Fach. Heute steht er kurz vor seinem Magister-Abschluss in Kommunkationswissenschaften und Germanistik. Nach einem Praktikum beim Handelsblatt arbeitet er als wissenschaftliche Hilfskraft bei den "VDI-Nachrichten" und will nach dem Studium in den Bereich Öffentlichkeitsarbeit.

Liane Schneider-Paschen (32) hat das Studium schon erfolgreich abgeschlossen. Die selbstständige Architektin machte ihr Abi 1995 mit einem Schnitt von 1,5. Vor dem Studium absolvierte sie eine Aubildung zur Bauzeichnerin.

Hannah Winter (26) studierte in Dortmund Hotelmanagement. Einen Job hatte sie vor dem Diplomzeugnis in der Tasche. Heute ist sie Projekt-Managerin bei "Düsseldorf Congress". "Zur Gesamtschule wollte ich, weil die Klassen Tiernamen haben", erinnert sie sich lachend.

Helge Thierhoff (31) ging nach Abi und Bund zur Sparkasse. "Die nahmen damals einen von zehn." Er machte dort seinen Fachwirt und lässt sich momentan zum Betriebswirt ausbilden. "Vielleicht folgt dann noch der Diplom-Kaufmann".

Valesca Zimmer (23) hatte ihren 10b-Hauptschulabschluss in der Tasche, als sie sich entschloss, das Abitur abzulegen, um später im Sozialbereich zu arbeiten. "Mir behagte der Frontalunterricht am Gymnasium nicht", sagt die Velberterin. Die Gesamtschule besuchte sie bis zur Fachhochschulreife. Heute studiert sie an der TU München, um Sportlehrerin im freien Beruf zu werden.

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