Eltern entern den Kinderkochbus

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Was wir bereits wissen
Doch: Man kann in diesem alten Doppeldeckerbus kochen. Richtig lecker sogar. Das bewies das Betreuerteam des Kinderkochbusses jetzt in Langenberg auch über zwei Dutzend Erwachsenen

Langenberg..  „Kinderkochbus“ prangt ja gut lesbar an der Seite. Aber: Kann man in diesem alten Doppeldecker-Linienbus tatsächlich kochen? Man kann – und wie! Das bewiesen Marianne Dickmann, Gitta Röcken und Wiebke leben gestern auch Eltern und anderen interessierten Erwachsenen: bei einer Besichtigungsstunde, zu der der markante Omnibus mittags am Froweinplatz Station machte.

An leicht anderer Stelle als sonst übrigens: Wegen des ebenfalls stattfindenden Wochenmarktes, der dem Kinderkochbus-Team natürlich auch einige Besucher zusätzlich bescherte, stand die „Küche auf Rädern“ diesmal nicht direkt vorm Pfarrzentrum, wo man sonst 14-tägig immer mittwochs die Kinder zum Kochen einlädt.

Diesmal hatte der Bus neben der Pfarrkirche St. Michael geparkt. Doch auch an diesem Standort stand Kulinarisches im Mittelpunkt allen Interesses. Zwar wurde nicht aktiv gekocht – Leckeres aus der Kinderkochbus-Küche gab’s , aber trotzdem. Zweierlei Eiersalat stand auf der Speisekarte, zum Dessert gab’s fruchtig gefüllte Blätterteigtaschen, zudem waren Kaffee und Tee im Ausschank.

Zum Kochen war’s zu eng

„Zum Kochen ist es heute bei dem Andrang, bei dem ständigen Kommen und Gehen doch etwas zu beengt“, sagte Marianne Dickmann, die sich sehr über das große Interesse freute, das die Langenberger gestern am Projekt der Stiftung Lichtblick und der Diakonie Niederberg zeigte. Und so erklärte sie den Besuchern auch gern, was und vor allem wie die Kinder an den mobilen Campingkochern im Bus bei den mittwöchlichen Kochstunden am Froweinplatz ihre Köstlichkeiten brutzeln.

Sogar ein eigenes Kochbuch gibt’s schon

„Wir legen Wert auf viel Gemüse, Fleisch gibt’s nur in geringen Mengen – und das Wichtigste: „Alles wird selbst zubereitet“, verriet Marianne Dickmann. Und im „Restaurant“ im Obergeschoss des Busses präsentierten Gitte Röcker,Wiebke Leben und Silvia Kasper, Kuratorin der Stiftung Lichtblick, den Besuchern, was bei diesen Kochstunden so auf dem Speiseplan steht. Hat man inzwischen doch sogar ein eigenes Kochbuch mit den leckersten Rezepten erstellt: „Chicken-Nuggets, Kartoffelpüree und Gurkensalat“, zum Beispiel, „Nudeln mit Schinken-Pilze-Soße“, oder „Putengeschnetzeltes mit Reis und Möhrensalat“.

Kinder zwischen sechs und 14 Jahren, die bei Lektüre dieser Speisekarte Lust zum Mitkochen bekommen, sind herzlich zur nächsten Kochstunde eingeladen. Die findet am Mittwoch, 22. April, 16.30 Uhr am Froweinplatz statt.