Ela-Schäden in Velbert kosten 700000 Euro

Verwüstungen durch den Sommersturm Ela gab es auch in Velbert. Die Feuerwehr hatte viel zu tun.
Verwüstungen durch den Sommersturm Ela gab es auch in Velbert. Die Feuerwehr hatte viel zu tun.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Ein rundes Jahr nach dem Sommersturm sind die Folgen weitgehend beseitigt. Technische Betriebe Velbert setzen noch Leitungen instand und beobachten Baumkronen.

Velbert..  Fast ein Jahr ist es her, da zog Sturm Ela auch über Velbert. Die Feuerwehr rückte zu zahlreichen Einsätzen aus. Doch weitaus schlimmer als die Schlossstadt waren die Nachbarstädte in Mitleidenschaft gezogen worden, und so halfen die Velberter Einsatzkräfte, wo sie nur konnten.

Keine Konsequenzen gezogen

Forstwirt Peter Tunecke berichtet, dass mittlerweile alle gesichteten Schäden in den Wäldern beseitigt wurden. Dennoch sind die Verwüstungen, die Ela angerichtet hat, nicht zu unterschätzen. „Im Gegensatz zu Kyrill handelte es sich hier um einen Sommersturm. Es wurden große Laubbäume getroffen, die im Segel standen.“ Die Brüche des Holzes waren demnach nicht gleichmäßig, und so ließen sich die Holzteile auch nur schlecht vermarkten. „Das Bruchholz wird eben anders verwertet, als wenn ganze Stämme durch einen Windwurf umfallen“, so Tunecke. Generell seien aber im ganzen Gebiet nur einzelne Bäume betroffen gewesen und nicht ganze Schonungen, wie es bei Kyrill der Fall war. „Lediglich in Neviges gab es einen Bestand, der flächig betroffen war.“

Bernhard Wieneck, Geschäftsbereichsleiter bei den Technischen Betrieben (TBV), stellt fest: „Bei den Forst- und Grünanlagen gab es einige Baumfällungen. Zudem wurden in der Folge von Ela Rückschnitte an den Baumkronen fällig.“ Zudem wurden Beleuchtungsanlagen und Elektrizitätsleitungen wieder in Stand gesetzt. „Auch gab es Schäden in Wohnungsbereichen.“

Etliche Gefahrenstellen wurden durch die Folge des Sturmes von der Feuerwehr gesichert und entschärft. Doch Wieneck weiß „ein Großteil der Arbeiten ist derweil abgeschlossen. Es gibt lediglich noch einzelne Elektrizitätsleitungen, die repariert werden müssen.“

Doch auch wenn vornehmlich die Schäden an den Bäumen behoben worden sind, gilt es, aufmerksam zu sein. „Weiterhin müssen die Baumkronen beobachtet werden“, es könnten Langzeitschäden erfolgt sein, die erst nach einiger Zeit dazu führen, dass Äste hinabfallen.

Insgesamt beläuft sich die Schadensumme von Sturmtief Ela auf etwa 700 000 Euro in Velbert. Konsequenzen haben die TBV-Mitarbeiter indes nicht gezogen: „Es war ein außergewöhnliches Ereignis“, so Wieneck. „Da gibt es keine Veranlassung, besondere Maßnahmen zu ergreifen.“ Insbesondere, weil nicht nur kranke Bäume durch den Sturm zu Fall gebracht wurden, sondern auch komplett gesunde.