Einmal Mischlingsnachwuchs für Langenberger Hundeeltern

Die Hunde Kalle Wirsch (li.) und Frida mit Besitzerin Birgit Spanialski.
Die Hunde Kalle Wirsch (li.) und Frida mit Besitzerin Birgit Spanialski.
Foto: WAZ
Birgit Spanialski hat seit ihrer Kindheit Erfahrung mit der Aufzucht von Hundewelpen. Nun ließ sie ihre junge Hündin Frida decken

Langenberg..  Kalle Wirsch und Frida, so heißen die Eltern: Kalle ist ein stattlicher Berner Senn/Kuvacz-Mischling mit ordentlichen 48 Kilo. In Fridas Genpool finden sich gleich vier verschiedene Rassen: Mama ist ein Mix aus istrischer Bracke und kroatischem Schäferhund und der Papa ein Golden Retriever und Münsterländer, darüber hinaus im „Beruf“ Therapiehund.

„Wir haben uns gerade wegen dieser Rassen, deren Wesensmerkmale allesamt ähnlich sind – familienfreundlich, ohne nennenswerten Jagdtrieb – gedacht, dass es schön wäre, den beiden die Möglichkeit zur Elternschaft zu geben.“ Nur einmalig übrigens. Das habe auch gerade mit der beruflichen Situation zusammengepasst, so Besitzerin Birgit Spanialski, die seit ihrer Kindheit als Hundemutter Erfahrung gesammelt hat.

Gerade in den ersten zehn Wochen, in denen die Welpen heranwachsen, müsse man sich sehr viel Zeit nehmen, teils auch nachts. „Man muss sie sauberhalten und ihre Entwicklung gut beobachten, damit sie alle gesund und munter bleiben“, so die Wahllangenbergerin.

Neun bunt gemischte Welpen

Fridas Schwangerschaft war anfangs der eines Menschen ziemlich ähnlich: sie litt einige Tage lang an morgendlicher Übelkeit und veränderte sich im Kontakt mit ihrem Kalle zusehens. Sie schonte sich. Hündinnen tragen ihre Welpen zwischen 59 und 68 Tage. Frida brachte am 61. Tag ihre Welpen zur Welt. Sie wirkte von Anfang an entspannt, als nach und nach im Verlauf von viereinhalb Stunden neun „kleine Hündchen aus ihr herauspurzelten“. Teils fingen sie sofort an, sich zu den Zitzen der Mutter durchzurobben, teils schliefen sie erst einmal nach der Anstrengung der Geburt. Das für die kleinen Hunde lebenswichtige Ablecken, bei dem das Nerven- und Verdauungssystem der Kleinen stimuliert wird, war eine Selbstverständlichkeit für die junge Hündin. Sie folgte auch dem biologischen Plan und fraß fast alle Nachgeburt auf.

Die Neugeborenen waren in allen möglichen Farbvarianten vertreten: Frida-Farben (weiß), Kalle-Farben (schwarz/braun), aber auch hellbraun und cremefarbene Knuddelchen bewiesen eine gute Mischung aus den beiden Eltern. Namen gab’s auch gleich: Phil, Mozart, Sam, Hailee, Ruby, Leo, Finn, Luke und Oskar.

Nach inzwischen fünf Wochen sind alle Welpen vergeben. In das Zuhause ziehen sie aber erst ab dem 11. März, dann sind sie acht Wochen alt. „Wir haben mehr Interessenten als Welpen“, freut sich Spanialski. Sie wollte verlässliche, hundeerfahrene Leute, die auch bereit sind, nachher über den Werdegang der Kleinen mit ihr in Kontakt zu bleiben. Spanialski will ausschließen, „dass sich da mal eben einer ein Hündchen holt, weil es so süß ist. Auch Welpentreffen werden stattfinden, obwohl die neuen Besitzer teils etwas weiter weg wohnen.“ Weiteres Anliegen ist es, dass die während der „Nestphase“ sorgfältig gewählte Ernährung – seit der vierten Woche wird Frischfleisch zugefüttert – auch im Anschluss fortgesetzt wird.

Auch Negatives

„Wir haben teils richtig unschöne Emails von Leuten bekommen, die sich als Tierschützer verstehen und fordern, dass man grundsätzlich Tiere aus dem Tierheim holt.“ Doch Spanialski und die künftigen Hundeeltern wollen sich keine Schuldgefühle einreden lassen. „Das sollte doch jedem selbst überlassen werden, sofern kein tierschutzrechtlich fragwürdiges Züchten stattfindet.“ Frida und Kalle jedenfalls wirken samt ihrer Welpenschar fröhlich und gesund.