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Geflügelschau

Einfach vorzüglich

15.11.2009 | 15:49 Uhr
Einfach vorzüglich

Langenberg. Es schnattert und gackert in der Turnhalle Langenberg. Bei der 60. Nachkriegs-Geflügelschau.

Kaum setzt man einen Fuß in die Turnhalle Langenberg, hört man es schnattern und gackern. Durch den langen schmalen Gang hallt ein lautes „Kikeriki”. Wo normalerweise Schulkinder schwitzend ihre Runden drehen, war am Wochenende Geflügel zu Besuch. Unter den neugierigen Blicken kleiner und großer Besucher scharren, picken und putzen sich die Federtiere in ihren Käfigen und Volieren.

Von den kleinen gräulichen Diamanttauben bis hin zu den großen russischen Gänsen: 35 verschiedene Rassen waren auf der 60. Nachkriegs-Geflügel-Schau in Langenberg zu finden. „Eigentlich wäre es schon die 61., aber einmal musste die Schau wegen der Vogelgrippe ausfallen”, erzählt Vereinsmitglied Uwe Droste während er das Publikum begrüßt.

97 als Höchstpunktzahl

Aber die 211 geflügelten Tierchen wurden nicht nur für die Besucher ausgestellt. „Drei Richter haben die Tiere schon am Freitag bewertet”, erklärt Droste und zeigt auf eine der Karten, wie sie an jedem einzelnen Käfig hängen. Steht unten in der Ecke ein kleines „V” kann sich der Züchter freuen. Denn „V” bedeutet „Vorzüglich”. Und so eine vorzügliche Bewertung hat die moderne englische Zwergkämpfer Henne seiner Enkelin Helen Droste bekommen. „Mit 97 hat sie die Höchstpunktzahl”, berichtet Droste. Und die 18-jährige Helen ist sichtlich stolz auf ihre Siegerhenne: „Ich bin das erste Mal bei den Senioren dabei und dann direkt so abzuräumen ist toll.”

Zwar müssen Hühner, Tauben oder Gänse nicht wie Katzen oder Hunde gebürstet werden. Aber sie auf eine Schau vorzubereiten, bedeutet auch Arbeit. „Wir waschen ihnen die Füße und reiben bei den Hähnen die Kämme mit Vaseline ein, damit sie schön rot leuchten”, erklärt Helen Droste. Namen gibt sie ihren

Zwergkämpfern übrigens kaumnoch. „Es ist zu traurig, wenn dann doch mal eins eingeht.”

Den Reiz des Züchtens mache die Jagd nach dem Idealbild aus. Und mit der „Vorzüglich”-Henne ist die junge Züchterin dank Opas Hilfe diesem Bild schon ziemlich nahe gekommen.

Kirsten Gnoth

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