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Sekundarschule

Eine Sekundarschule wird errichtet

28.09.2012 | 18:17 Uhr
Eine Sekundarschule wird errichtet
Ist als Standort für die neue Sekundarschule im Gespräch: Die Hardenberghauptschule am Waldschlösschen.Foto: Uwe Möller

Neviges.  In der Sache waren sich die Mitglieder des Schulausschusses schnell einig: Zum Schuljahr 2014/15 wird in Velbert eine Sekundarschule errichtet.

In der Sache waren sich die Mitglieder des Schulausschusses schnell einig: Zum Schuljahr 2014/15 wird in Velbert eine Sekundarschule errichtet. Dies beschloss das Ratsgremium jetzt einmütig. Allerdings blieben in der Diskussion noch einige Fragen offen. „Wir müssen noch sehr viel Arbeit in das Konzept für eine Sekundarschule investieren“, machte denn auch der Fachbereichsleiter Schule, Ulrich Stahl, in der Sitzung deutlich.

Da geht es unter anderem auch um den Standort. Wenn die Hardenbergschule auch nicht zwingend der Sitz sein muss, so deutet vieles darauf hin, dass die Hauptschule Standort der neuen Sekundarschule sein wird. „Wir gehen aber von zwei Standorten aus“, so Schulausschussvorsitzender Ralf Wilke (SPD). CDU-Sprecher Torsten Cleve sieht in dem Beschluss „eine Chance für Neviges“. So könnten vorhandene Schulen weiter existieren. Denn sowohl an der Hardenbergschule als auch an der Heinrich-Kölver-Realschule werde „wertvolle pädagogische Arbeit geleistet“. Die könne man nicht einfach „einstampfen“. Manuela Kilian von der Wählergemeinschaft Velbert anders brachte einen völlig neuen Aspekt in die Diskussion ein: Warum die neue Schule nicht auf den Schwerpunkt Sport ausrichten. Das wäre ein Plus für den Standort Velbert. Und eröffne die Möglichkeit, eventuell Geld vom Land zu bekommen. Das Problem: „Solche Schulen müssen eine Oberstufe haben“, warf Stahl ein. Der den Vorschlag aber in die Überlegungen einbeziehen will. Die Frage von Landeszuschüssen bewegte auch Ingrid Schween (Die Linke). Ob es die wohl für eine Sekundarschule gebe? Ulrich Stahl machte da wenig Hoffnung: Das sei alles über die Schulpauschalen abgedeckt.

Keine Vermischung

Frank Röhr von den Grünen betonte noch einmal die Favorisierung einer zweiten Gesamtschule. Da die sich aber nicht durchsetzen lasse, plädiere seine Partei dafür, die neue Sekundarschule „so nah wie möglich“ an die Gesamtschule anzugliedern. Eine Frage, die die Ausschussmitglieder auch bewegte: „Was wird aus den Schülern die jetzt an der Kölver-Realschule angemeldet werden. Bekommen die das ,Einjährige’“, fragte Marlies Ammann (CDU). Selbstverständlich würde diese den Realschulabschluss machen, versicherte Ulrich Stahl. „Eine Vermischung wird es nach der Einführung einer Sekundarschule nicht geben.“

Ulrich Braun



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