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Eine neue Heimat für die Schlümpfe

10.09.2012 | 17:51 Uhr
Eine neue Heimat für die Schlümpfe
Beim Kiddy-MarktFoto: Uwe Möller

Neviges.  Auf dem Tisch stapeln sich bunte Anziehsachen. Unten drunter liegen jede Menge Bücher, Gesellschaftsspiele und andere Spielsachen. Dahinter sitzt die achtjährige Maja mit ihrer Mutter. Für den Kiddy-Markt hat sich das Mädchen extra noch von zahlreichen Spielsachen getrennt.

Auf dem Tisch stapeln sich bunte Anziehsachen. Unten drunter liegen jede Menge Bücher, Gesellschaftsspiele und andere Spielsachen. Dahinter sitzt die achtjährige Maja mit ihrer Mutter. Für den Kiddy-Markt hat sich das Mädchen extra noch von zahlreichen Spielsachen getrennt. „Ich verkaufe zum Beispiel ganz viele alte Bücher. Die meisten davon habe ich einfach zu oft gelesen. Für andere Bücher bin ich aber auch zu alt geworden. Deshalb sollen die jetzt weg.“ Aber auch zahlreiche Puzzle oder die ausgeprägte Schlumpfsammlung sollen heute einen neuen Besitzer finden.

Der Raum im evangelischen Gemeindehaus an der Siebeneicker Straße ist voll. Die 34 Verkaufstische sind alle besetzt. Vom Stillkissen bis zu Hot Pants findet man fast alles, was das Kinder- oder das Mutterherz begehrt. Organisatorin Anke Lademann ist trotzdem ein wenig enttäuscht: „Es war schon einmal mehr los bei uns. Früher konnten wir uns vor Besuchern manchmal kaum retten“, erzählt die Vorsitzende des Vereins „Mutter hat frei“. „Wahrscheinlich ist aber auch das Wetter einfach zu gut. Da gehen die Leute lieber ins Schwimmbad.“ Selbst der selbst gebackene Kuchen habe an diesem Tag nur wenige Besucher locken können.

Wolfgang Werner hat sich schon genau an den verschiedenen Ständen umgeschaut. Für seine zwei- und vier-jährigen Enkel hat er sich schließlich unter anderem für ein Puzzle entschieden.

Aus Langenberg gekommen

„Meine Frau und ich waren schon öfter hier. Wir sind sogar extra aus Langenberg gekommen, um etwas für unsere Enkelkinder zu besorgen. Es hat uns hier immer sehr gut gefallen. Und unsere beiden Kleinen werden sich jetzt auch freuen“, erzählt der 62-Jährige.

Einen Stand weiter verkauft Martina Weber Babysachen. „Meine beiden Jungs sind aus den Klamotten jetzt doch langsam herausgewachsen. Und die Sachen, die ich selber noch schön finde, die verkaufe ich hier.“ Die 36-Jährige ist auch nicht zum ersten Mal beim Kiddy-Markt dabei. „Das ist jetzt auch schon mein zweites Mal. Ich muss allerdings auch sagen, dass ich mit mehr Leuten gerechnet hatte. Trotzdem kann ich mich nicht beschweren. Immerhin habe ich schon an die 70 Euro verdient.“

Währenddessen ist bei Maja am Stand Ruhe eingekehrt. „Ab und zu kann es hier auch ganz schön langweilig werden. Besonders, wenn nicht so viele Leute da sind“, sagt die Schülerin. Außerdem hat die Acht-Jährige auf Trödelmärkten schon fast ein bisschen Routine.

Auf dem Kiddy-Markt sei sie sogar schon zum zweiten Mal. Wie viel Geld Maja eingenommen hat weiß sie natürlich auf den Cent genau. Das meiste davon bekommt dann nachher auch wieder die Mama. Ein bisschen, hat sie aber auch schon wieder ausgegeben. Ein paar Stände weiter gab es doch diese schönen Steiff-Figuren. „Ein Pferd und eine Fee – die finde ich wirklich toll!“

Und auch für ein Buch aus der „Fünf-Freunde“ Reihe war noch etwas Geld übrig. Und, wenn es dann doch nicht mehr gefällt, werden diese Sachen vielleicht in ein paar Jahren wieder auf dem Kiddy-Markt des Vereins „Mutter hat frei“ angeboten.

Karoline Schubert



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