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Hardenberger Gartentage

Eine Königin gibt sich die Ehre

23.05.2011 | 17:50 Uhr
Eine Königin gibt sich die Ehre
Foto: Sonja Glaser-Stryak

Neviges.   Rund um den Garten drehte sich am vergangenen Wochenende alles auf dem Gelände von Schloss Hardenberg.

„Haben Sie die Königin schon gesehen“, fragt der freundliche Herr neben mir. Gemeinsam stehen wir hier tatsächlich auf der zum Schloss Hardenberg gehörenden Wiese, gemeint ist dennoch keine echte Adelige, sondern die Anführerin des Bienenstocks, den der Imkerverein Neviges hierher mitgebracht hat.

Das fleißige Völkchen, das hier hinter Glas gebannt, eifrig seine Waben füllt, gehört zumindest bei den kleinen Besuchern zu einer der Highlights der Hardenberger Gartentage. Und das sich die Kurzen ihre Nasen an den Scheiben platt drücken, ist auch ganz im Sinne des 2. Vorsitzenden Wolfgang Regber: „Wir möchten die Menschen gerne wieder mehr mit der Natur verbinden und freuen uns über Nachwuchs.“

Ratschläge für den Hausgarten

Am gleichen Stand gibt Gerd Scheren vom Obst- und Gartenbauverein Neviges Ratschläge für den Hausgarten und hat sogar einen Düngergeheim-Tipp zu verraten: „Wir kaufen für unsere Gartenfreunde immer Champost, das ist ein biologischer und sehr preiswerter Dünger, der aus den Abfallprodukten bei der Pilzzucht gewonnen wird.“

Aber auch wer erst mal etwas finden muss, dem er die entsprechende Pflege angedeihen lassen kann, wird bei der Veranstaltung an zwei Tagen rund um das Schloss und die Vorburg sicher wieder Erfolg haben. So hat der Gartenbaubetrieb Peter Meister den Hof der Vorburg in einen Schaugarten mit Weinranken, Veronicablümchen, Wasserbottich und einem zweihundert Jahre alten und entsprechend knorrigen Olivenbaum verwandelt. In dem sich mit der Princess of Wales-Rose auch weiteres blaues Blut findet.

Andere Aussteller locken die mittlerweile zahlreich die Wiese bevölkernden Gartenfreunde mit rotweißen Verbenen, lilafarbenen Samtgesichtchen oder kräftig blauem Rittersporn.

Passende Gartenmöbel aus dem Westerwald

Zur Blütenpracht passende Gartenmöbel bietet die im Westerwald wohnende Künstlerin Ulla Klerlein an. Ihre selbst gewerkelten Bänke, Regiestühle oder Tischchen hat sie allesamt aus vom Sturm „Kyrill“ übriggebliebenen Hölzern gemacht.

Ebenfalls aus Holz sind die mannshohen Skulpturen des Bildhauers Mario Mannhaupt. „Ich wollte mal was für den Garten gestalten, was keine Eule ist“, schmunzelt er angesichts seiner kahlköpfigen Figuren. Neben Blumen und Gartenkunst findet sich aber auch alles andere hier, was für einen gelungenen Sommer gebraucht wird: vom edlen Grill, über mit Schmetterlingen stimmungsvoll verzierte Lichttüten, Gewürze und selbst gemachte Gartenseife für die Reinigung der Hände bis zu Tischwäsche.

Frische Gartenluft macht bekanntlich hungrig, so dass auch die Stände mit Oliven- und Ziegenkäsewürsten aus der Provence, mit einem erlesenen Käsesortiment oder das Nougatangebot am Aromafänger-Stand schnell gut besucht sind. Und wer gleich vor Ort tafeln will, lässt den Tag rund um den Garten im idyllischen Freiluftlokal des Burginnenhofs mit kulinarischen Leckereien ausklingen.

Birgit Hölker-Schüttler

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