Eine herzerwärmende Andacht

Mehr als 60 Christen versammelten sich zur ökumenischen Kurzandacht unter freiem Himmel an der Windrather Kapelle.
Mehr als 60 Christen versammelten sich zur ökumenischen Kurzandacht unter freiem Himmel an der Windrather Kapelle.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Trotz grauer Wolken und kühler Temperaturen versammelten sich viele Gläubige zu „Wort und Klang“ an der Windrather Kapelle.

Langenberg..  „Ich freue mich, dass ich ... Dass ich mich freu“, Suse Grünendahl war eine der viele Aktiven der ökumenischen Reihe „Wort- und Klang“, zu der die Christen der katholischen Gemeinde St. Michael und der Evangelischen Kirchengemeinde Langenberg nun bereits im fünften Jahr eingeladen hatten.

Trotz des bewölkten Himmels und garantiert nicht sommerlicher Temperaturen waren mehr als 60 Interessierte der Einladung an die Windrather Kapelle gefolgt und feierten im Sinne der Veranstaltungsreihe eine Kurzandacht mit schönen Worten und Musik.

Den Einstieg machte Uli Sonntag mit dem Alphorn, doch Querflöte, Gitarre – gespielt von Maria und Volker Avalase sowie Hartmut Berlet – und Vokales wechselten sich mit Gedichten und Geschichten, die sich alle um den Sommer, um Wärme und strahlende Wiesen und Blumenfelder rankten, ab. „Die Geschichten waren herzerwärmend, gerade bei dieser Kälte“, befand dann auch Sabine Blaschta, deren Mann, Pfarrer Jens Blaschta, das Alphorn sehr originell fand: „Vor allem die Eigenkomposition am Schluss“.

Hajo Dröhne erlebte zum ersten Mal Wort und Klang: „Ich finde diese Art erfrischend, es ist mal was Neues.“ Für viele Gäste war es der erste Besuch, für die Veranstalter war es die erste Open Air-Veranstaltung. Diese freuten sich über die zahlreichen Gäste mindestens genauso, wie darüber, dass es trotz dichter, grauer Wolken trocken blieb. Uli Becker sprach vom Sommertraum, Hartmut Berlet wandte sich an „Mein liebes Gärtchen“.

Feier bis in den späten Abend

Immer wieder klang das wilde Geplapper der Sperlinge und das gemütliche Fressen der Rinder im benachbarten Stall durch, auch als Becker in seiner Geschichte davon erzählte, wie Jesus an seinem freien Tag einmal mit dem Heiligenschein jonglierte: „Nur wenn du selbst froh bist, kannst du auch andere froh machen“, lautete die Botschaft.

Schließlich bedankte sich Barbara Berlet u. a. für die schöne Natur und dass man hier in Frieden leben könne. Am Ende ertönten die Glocken der Kapelle um des Flüchtlingstages zu Gedenken, wozu das Bistum Köln aufgerufen hatte.

Alle sangen noch lange gemeinsam Lieder und wollten und wollten nicht nach Hause gehen, erst nach gut drei einhalb Stunde verließen auch die letzten Gäste den schönen Platz. „Der Ort ist schon besonders, so zwischen den Feldern“, stellte Regine Pepinghege-Lübke fest. Auch Christel Ruttkowski mochte den „Wortgottesdienst mit Gesang in freier Natur.“