„Ein Schuss in den Ofen“
11.10.2011 | 21:12 Uhr 2011-10-11T21:12:00+0200
Neviges.„Ungeschicktes Verhalten“ warf er der Verwaltung vor. Sie habe zwar „Gutes für zwei Schulen“ tun wollen, aber letztlich sei die Diskussion der vergangenen Tage ein „Schuss in den Ofen gewesen“, meinte CDU-Sprecher Torsten Cleve in der gestrigen Sitzung des Schulausschusses, als es sowohl um die „sukzessive Auflösung“ der Hardenbergschule als auch um die Verlagerung der kath. Sonnenschule auch in Räume der Regenbogenschule im Siepen ging.
Mit der knappen Mehrheit von 8 : 7 Stimmen wurde eine Entscheidung über die Schulverlagerung vertagt. Ausschussvorsitzender Ralf Wilke (SPD) warnte vor diesem Entscheid: „Wir stehen kurz vor den Anmeldungen für das neue Schuljahr in den Grundschulen“, mahnte er die Konsequenzen bei den Eltern zu bedenken.
Der am Vortag vom Bezirksausschuss Neviges gefasste Beschluss, die Sonnenschule am alten Standort zu belassen, sei „nicht realisierbar“, meinte zuvor Schuldezernent Holger Richter. Und Andreas Sauerwein, dcr Leiter des städt. Immobilienservice, ergänzte: die Sonnenschule sei während des Betriebes am alten Standort nicht zu sanieren. Die Zusammenfassung beider Schulen an einem Standort sei deshalb „die beste Lösung“, fügte Schul-Fachbereichsleiter Ulrich Stahl hinzu.
Die beiden Schulleiterinnen Christa Schreven (Sonnenschule) und Brigitte Marks (Regenbogenschule) hatten in der Sitzung nochmals in engagierten Beiträgen für ihre Einrichtungen geworben. Marks hob die integrative Arbeit an der Regenbogenschule hervor und machte deutlich, dass bei einer Reduzierung des Raumangebotes diese nicht mehr gewährleistet sei. Christa Schreven hob die Nähe der Sonnenschule zu den katholischen Einrichtungen in Neviges und der Innenstadt hervor. Eine Verlagerung wäre ein „tiefer Einschnitt“ im Schulleben.
Zu Beginn der Sitzung war die „sukzessive Schließung“ der Hardenberg-Hauptschule mit 9 : 6 Stimmen verschoben worden. Eine Elternbefragung solle es allerdings nicht geben. Konrektor Joachim Kohlhage hatte die „bestens ausgestattete“ und „intakte“ Schule noch einmal vorgestellt. Sie sei mit der Wirtschaft eng verzahnt und man könne sich eine Zukunft als Sekundarschule vorstellen. Nur dies nicht: „Was wir aufgebaut haben, sollte man nicht wegwerfen. Das ist doof.“
Zu beiden Themenkomplexen werden nun am kommenden Dienstag Hauptausschuss und Rat das – vorläufig – letzte Wort haben.
15:22
Wir Langenberger Eltern haben mit Sicherheit eine andere Meinung als die Langenberger CDU-Stadträte. Das war schon so beim Nizzabad, und das ist auch bei den Schulen so. Es war bei den Spielplätzen und auch bei den Schulbussen eine andere Meinung.Dieser Umgang mit Kindern ist jedenfalls nicht christlich.
Man sagt, dass die Kinder später die Schulden der Elterngeneration bezahlen müssen. In Velbert haben Rat und Verwaltung Wege gefunden, dass die Kinder dies schon HEUTE müssen. Einfach genial. oder?
13:22
Liebe Kinder der So9nnenschule,sehr geehrtes Kollegium, liebe Eltern,
war die Bezirksausschusssitzung am Montag noch für alle Betroffenen ein Highlight so wurde gestren in der Schulausschusssitzung klar, wie in Velbert Demokratie läuft. In der Bezirksausschusssitzung waren alle Nevigeser CDU-Mitglieder dafür, die Sonnenschule zu erhalten, gestern im Schulausschuss waren die Mitglieder der CDU allerdings der Meinung den tagesordnungspunkt vertagen zu müssen.
Man muss sich einmal vorstellen, die Nevigeser CDU-Mitglieder, die die Schule kennen, die täglich mit Eltern der Schülerinnen und Schüler Kontakt haben und in den letzten Tagen viele Gespräche vor Ort geführt haben, sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die Sonnenschule erhalten bleiben muss, am alten Standort.
Im Schulausschuss fallen dann Velberter und Langenberger CDU-Mitglieder ihren Nevigeser Parteifreunden in den Rücken und nähern sich der Verwaltungsdmeinung damit an. Das vor dem Hintergrund, dass die Schulrätin, Frau Völker eine bemerkenswerte Stellungnahme abgegeben hat, die ein klares Votum für den Raumbedarf der Regenbogenschule beinhaltete und damit auch den Erhalt der Sonnenschule.Die Fachmeinung konnte aber die CDU-Mitglieder im Schulausschuss auch nicht überzteugen, man folgte lieber den Bangemachparolen der Verwaltung, die über Nacht bienenfleissig daran gearbeitet hatte, weitere Argumente für ihre n Vorschlag zu finden. Bedenklich, ja skandalös war allerdings, dass nicht ein Argument der Schulleitungen, der Nevigeser Politik oder der Eltern aufgegriffen wurde.
Wie schon im Bezirksasusschuss kamen die Vertreter der Verwaltung ( Herr Richter, Herr Güther, Herr Stahl und auch Herr Sauerwein ) mit einer Arroganz rüber, die zum K...... war.
Als die Verwaltung meinte einen Sieg errungen zu haben, beraumte man sofort ein Gespräch für den heutigen Tag an, an dem aber weder die Politik noch die Diakonie, die OGS an der Regenbogenschule betreibt, zugelassen sind. Ein weiterer Sakndal, denn hier kommt der Verdacht auf, dass die Schulleitungen hinter verschlossenen Türen eingenordet werden sollen.
Fazit für mich bleibt:
1. die Sonnenschule wird, sollte sie zur Regenbogenschule verlagert werden, in wenigen Jahren nich mehr existent sein.
2. die Regenbogenschule wird in ihren Möglicvhkeiten so eingeschränkt, dass eine optimale Beschulung der Kinder nicht mehr erfolgen kann.
3. Die Verwaltung ignoriert alle Argumente der Betroffenen und Teilen der Politik und will den im letzten Jahr schon eingeschlagenen Weg ( Schliessung der Sonnenschule ) nunmehr fortführen.
Interessant ist folgende Konstellation: Da gibt es in den Reihen der CDU Neviges einenstellvertretenden Fraktionsvorsitzenden, Stefan Ludwig, der noch am Montag klar für den Erhalt der Sonnenschule war, ebenso wie das CDU-Mitglied Emil Weise, seines Zeichens Mitglied im Kirchenvorstand der kath. Kirchengemeinde, so wie das Ratsmitglied Marlies Amman, die alle der CDU-Ratsfraktion angehören.
Man stelle sich vor, der stv. Fraktionsdvorsitzende wird von der Fraktion diszipliniert, ebenso das Kirchenvorstandsmitglied und ein langjähriges Fraktionsmitglied, das noch Vorsitzende des CDU-Ortsvereins ist- Wie will die Fraktionsspitze und die Restfraktion dieses Vorgehen erklären? Wie will Herr Weise das seinen Kirchenvorstandskollegen und der Gemeinde erklären? Was ist ein Ortsverein in der CDU noch wert?
Fragen über Fragen, alle Betroffenen und auch wir werden am kommenden Dienstag die Antworten erhalten.
22:18
Hoffentlich bekommt man eine Umwandlung der Hardenberg-Hauptschule in eine Sekundarschule hin. Das wäre für die Kinder aus Neviges und Langenberg die beste Lösung. Höre ich Herrn Cleve allerdings, nehme ich an dass die Entscheidung schon steht. Und Herrn Wilke hab ich immer noch in Erinnerung bei einer Versammlung die Schulbusse betreffend, leider micht in bester.
Die Stadtteile Neviges und Langenberg werden systematisch lebensunäfhig gemacht. Das spannende dabei ist, wie lange die betroffenen Bürger noch zu gucken wollen? Nächstes Jahr schließen die Bürgerämter. Danach muss man nur noch die Realschule in Tönnisheide und das Freibad in Neviges schließen. Dann ist alles in Velbert angesiedelt!