Ehemalige von Velberter Schule treffen sich regelmäßig

In der „Süßen Ecke“ an der Friedrichstraße treffen sich regelmäßig ehemalige Schüler der Pestalozzischule.
In der „Süßen Ecke“ an der Friedrichstraße treffen sich regelmäßig ehemalige Schüler der Pestalozzischule.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Vor 54 Jahren endete für den Gründungsjahrgang der Velberter Pestalozzischule die Schulzeit. Noch heute trifft sich ein Grüppchen regelmäßig zum Kaffeeklatsch.

Velbert..  Nicht jedem ist die Schulzeit in guter Erinnerung geblieben. Ganz anders geht es da den ehemaligen Schülern des Gründungsjahrgangs der Pestalozzischule. Wenn sie sich heute, 54 Jahre nach dem Ende ihrer Schulzeit, wiedersehen, geraten sie regelrecht ins Schwärmen: Von den Klassenfahrten an den Rhein, den Herbstferien und der üppigen Freizeit, die sie, stets gemeinsam mit den Klassenkameraden, gut zu nutzen wussten.

Kein Wunder also, dass heute viele von ihnen nicht mehr zu lang auf die alten Freunde verzichten wollen, ein Klassentreffen alle Jubeljahre genügt da nicht. Stattdessen trifft sich ein Teil der ehemaligen Schulfreunde seit nunmehr zwölf Jahren jeden Monat in der „Süßen Ecke“ und lässt die gemeinsamen Erinnerungen an die Jugendjahre aufleben.

„Die Schulzeit war ja damals noch nicht so stressig“, findet Peter Jureit, der gern als Wortführer der zwölf Senioren fungiert. Dass er bei denen schon als Jugendlicher beliebt war, lag wohl an der Wahl seiner Schulfächer: „Als einziger Junge war er mit uns im Handarbeitsunterricht“, lacht Ruth Hesse, „und auch beim Kochen war er dabei.“ „Wir waren aber immer eine feste Gemeinschaft“, so Jureit, „schließlich haben wir auch unsere Freizeit zusammen verbracht“. Besonderes an die idyllischen Herbstferien seiner Jugend erinnert er sich gern: „Wir arbeiteten alle auf den Kartoffelfeldern“, so der heute 69-Jährige, „denn wer das nicht tat, musste in die Schule.“

Rübenkraut und Muckefuck

Beliebt war die Feldarbeit auch wegen des täglichen Mittagessens aus Rübenkraut und Muckefuck, doch vor allem der Spaß kam nicht zu kurz. „Die Mädchen liefen vorneweg, die Jungs bewarfen sie von hinten mit Kartoffeln“, lacht Peter Jureit.

Auch im Schulalltag machten die Jungen sich nicht nur beliebt. Besonders bei ihren Mitschülerinnen in Ungnade fielen sie, als sie sich erdreisteten, unter die Toilettenhäuschen der Mädchen zu kriechen. „Wir haben uns gleich bei den Lehrern beschwert“, lacht Hesse, „und den Jungs haben wir so Strafarbeit eingebrockt.“

Über die Geschichten aus ihrer Schulzeit können die Senioren noch wie damals lachen. In der gemütlichen Kaffeerunde wird schnell klar, dass sich auch nach Jahrzehnten an einer Freundschaft nichts ändern muss. „Wir waren früher ganz genauso“, findet Hesse, „nur vielleicht etwas verrückter.“