Echte Handarbeit
15.11.2009 | 16:26 Uhr 2009-11-15T16:26:00+0100
Velbert. Aus dem gesamten Ruhrgebiet kamen Aussteller zum 4. Birther Martinsmarkt.
Es ist ihre Premiere. Barbara Böckhorst war schon auf vielen Märkten. Nie aber stand sie auf der Verkäuferseite. Also hinter dem Marktstand. Beim vierten Martinsmarkt in der GSG-Aula bietet sie erstmals eigene Produkte an: Schmuck aus Swarovski-Steinen. Echte Handarbeit. Ein Hobby von Barbara Böckhorst. Für ihre Premiere in Birth ist sie einige Kilometer angereist. Barbara Böckhorst kommt nämlich aus Gelsenkirchen. Warum sie ihren ersten Markt ausgerechnet in Velbert als Beschickerin besucht? „Da bin ich über Bekannte drauf gekommen.”
Aus Gelsenkirchen kommen auch die Knapps. Anne Knapp bietet Stickbilder und Karten. Ihr Mann Albrecht begleitet sie als ihr „Hiwi”. Anne Knapp ist in Sachen Stickerei schon eine richtige Fachfrau. „Für ein kleines Bild brauche ich zwei Tage à acht Stunden.” Die größeren nehmen drei bis vier Wochen in Anspruch. Dennoch sei es nur ein Hobby. „Morgens mache ich die Hausarbeit, danach fange ich mit dem Sticken an.” Besonders produktiv sei sie beim Überwintern in Spanien.
Jennifer Stauf hat neben ihren Produkten auch die Nähmaschine mitgebracht. Zu tun gibt's genug: Fast jedes Wochenende ist sie auf einem anderen Markt. Die Diplom-Designerin näht Taschen, Jacken und Schals.
»Morgens mache ich die Hausarbeit, danach sticke ich«
Nele, Jane (beide 7) stehen für die Grundschule Birth hinter dem Tresen des Martinsmarktes. Im Angebot haben die Mädchen selbstgebackenen Kekse, deren Erlös dem Förderverein zu Gute kommen soll. Nele hat beim Backen sogar geholfen. Erfolgreich wie es scheint. Schon zwei Stunden nach der Eröffnung des Marktes sind ihre Kekse bereits ausverkauft.
Ein paar Stände weiter halten Inge Heckmann, Edeltraud Paschmann und Brigitte Graedtke von der Siedlergemeinschaft Langenhorst die Stellung. Sie haben Handarbeiten im Angebot. Lecker geht's am Tisch der Casa Fantasia zu: Selbstgemacht ist hier die Marmelade. „Die haben Eltern gespendet”, so Martin Recker. Der Erlös ist auch hier für den Förderverein gedacht.
Zwei Tage dauert der Birther Martinsmarkt. „Die Standgebühr beträgt insgesamt 30 Euro”, so der 2. Vorsitzende des Bürgervereins Wolfgang Seidel. Insgesamt sei er durchaus zufrieden: „Wir haben Beschicker aus Wesel, Gelsenkirchen, Essen und natürlich Velbert.” Den Markt würden viele schätzen weil er überdacht sei. „Über Nacht schließe ich einfach die Tür ab, die Leute nehmen ihre Kassen mit und können am nächsten Tag problemlos weitermachen.”
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