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Fotoworkshop

Die Stadt mit der Kamera entdeckt

19.10.2012 | 17:26 Uhr
Die Stadt mit der Kamera entdeckt
JFoto: Uwe Möller

Neviges.  Wie sieht das Haus von H&M aus? Eine Frage, die die Workshopschüler im „Zentrum“ an der Lessingstraße belächeln. „Schaufenster, Puppen, eine Eingangstür und ein Schild“, so lautet in etwa die Antwort. Doch Udo Wolf, Leiter des Fotoworkshops schüttelt den Kopf. „Ich meine das Gebäude über dem Geschäft.“

Wie sieht das Haus von H&M aus? Eine Frage, die die Workshopschüler im „Zentrum“ an der Lessingstraße belächeln. „Schaufenster, Puppen, eine Eingangstür und ein Schild“, so lautet in etwa die Antwort. Doch Udo Wolf, Leiter des Fotoworkshops schüttelt den Kopf. „Ich meine das Gebäude über dem Geschäft.“ Mit diesen Fragen möchte der Kunstlehrer der Hardenbergschule die 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter zwischen 13 bis 17 Jahren darauf aufmerksam machen, dass sie viele Dinge in ihrer Umwelt gar nicht bewusst wahrnehmen. „Vielen fehlt einfach der Blick für Details.“

Leidenschaftlicher Hobbyfotograf

Mit diesem Ferienkurs möchte der leidenschaftliche Hobbyfotograf das ändern. Nach einigen Informationen zu Einstellungs- und Zoommöglichkeiten sowie Isowerten an den Digitalkameras wird das „Zentrum“ zum ersten Shooting-Ort erklärt. „Sicher fotografieren die jungen Menschen heute ständig. Man kennt ja diese Facebookbilder. Aber genau das soll nicht das Ziel des Kurses sein. Die Schüler sollen ein Gefühl davon vermittelt bekommen, dass ein Foto mit einem unordentlichen Hintergrund vom Hauptmotiv ablenkt“, so Udo Wolf.

Nach diesem ersten Übungstag ging es dann mit den Kameras nach draußen. Ziel: Neues entdecken und im Bild einfangen. In drei Gruppen teilten sich die Jugendlichen auf und erforschten Natur, Stadt und Häuser. Und wirklich entdeckten die Fotobegeisterten auf einmal tolle Farbspiele im Laub, die Schönheit von Regentropfen und Reflexionsspiele in Pfützen. Ganz gleich ob mit teurer Spiegelreflexkamera oder schon etwas älteren Digitalkamera. „Nur Handys sollen beim Workshop nicht benutzt werden“, so Wolf.

Rebecca (17) wurde von ihrer Mutter auf den Ferienworkshop aufmerksam gemacht. Sie nutzt die Gelegenheit, um noch ein wenig mehr über ihr Hobby Fotografie zu lernen. „Ich kann mir gut vorstellen später Fotografie oder aber Industriedesign zu studieren.“ Lisa (15) hingegen hat ihre digitale Spiegelreflexkamera mitgebracht und fand schon zwei Lieblingsmotive unter ihren Bildern: „Herbstblätter und Regentropfen“.

Adrian (13) hat bislang eher Handyfotos gemacht. „Die Tipps vom Workshop sind aber auch für die Schnappschüsse gut.“ Er hat neben stillen Naturaufnahmen sogar noch „aggressive Gänse“ im Bild festgehalten. Das Ziel scheint erfüllt zu sein. Der Blickwinkel der Schülerinnen und Schüler hat sich tatsächlich verfeinert. Und der Lehrer hofft, dass die veränderte Wahrnehmung für die Umwelt weiter erhalten bleibt.

Von Isabel Nosbers

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