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Die Qual der Wahl

15.02.2012 | 17:03 Uhr
Die Qual der Wahl
Foto: WR

Für die einen Viertklässler ist es schon klar, für die anderen noch nicht. Viele Familien stehen in dieser Woche vor der Entscheidung, auf welche weiterführende Schule das Kind gehen soll. Hierbei hilft selbstverständlich die Empfehlung der Grundschule, doch die Entscheidung liegt bei den Eltern.

Für die einen Viertklässler ist es schon klar, für die anderen noch nicht. Viele Familien stehen in dieser Woche vor der Entscheidung, auf welche weiterführende Schule das Kind gehen soll. Hierbei hilft selbstverständlich die Empfehlung der Grundschule, doch die Entscheidung liegt bei den Eltern. Eine Übersicht über die weiterführenden Schulen in Velbert-Mitte gibt einen Einblick in das Schulleben der Erprobungsstufe (Klasse 5 und 6), um die Wahl zu erleichtern.

„Unser Ziel ist, den Kindern einen möglichst sanften Übergang von der Grundschule zum Gymnasium zu gewährleisten“, erklärt Werner Schuhmacher-Conrad, Schulleiter des Nikolaus-Ehlen-Gymnasiums (NEG). Dort wird viel Wert auf Veranstaltungen wie Kennenlernnachmittage gelegt, wo den künftigen Fünftklässlern ihre Klassenlehrer, der Klassenraum und ihre Klassenkameraden vorgestellt werden.

Ein weiteres Projekt, das das NEG für die fünften und sechsten Klassen anbietet, ist die Möglichkeit, in eine so genannte Musikklasse zu gelangen. Dort haben die Kinder bis einschließlich Klasse 6 verstärkten Musikunterricht.

Außerdem soll „Soziales Lernen“, das als Unterrichtsfach einmal wöchentlich in allen fünften Klassen unterrichtet wird, für eine „funktionierende Klassengemeinschaft als Voraussetzung für erfolgreiches Lernen“ sorgen, so Schuhmacher-Conrad.

„Hier lerne ich gerne“, ist das Motto auf der Internetseite von der Gesamtschule Velbert-Mitte. „Wir versuchen, lange gemeinsam im Klassenverband zu lehren, unter anderem mit der Methode „Team teaching“, bei der jeweils zwei Lehrer pro Klasse bis zur Stufe acht unterrichten“, erzählt Antje Häuser, die Rektorin. Weiterhin sagt sie, dass den Fünftklässlern viel Programm geboten wird: „130 Eltern leiten die unterschiedlichen Arbeitsgemeinschaften.“

„Auch für Kinder, die Deutsch nicht als Muttersprache gelernt haben, gibt es in Kleingruppen Deutschkurse“, schildert sie. „Das Positive der Gesamtschule ist natürlich, dass man jeden Abschluss machen kann und bei uns niemand sitzen bleibt.“

Am Geschwister-Scholl-Gymnasium wird der Schwerpunkt zunächst auf die Gesamtpersönlichkeiten der Kinder gesetzt: „Wir versuchen, jedes Kind individuell zu fördern“, erläutert Angelika Vogt, Schulleiterin des Gymnasiums. „Es sollten die Talente der Kinder – abgesehen von gängigen Stärken wie Naturwissenschaften oder Sprachen – erkannt und ausgebildet werden.“

Des weiteren wird an dem Birther Gymnasium, das mittlerweile Ganztagsunterricht anbietet, ein so genannter bilingualer Zweig angeboten, für den man sich bereits in der fünften Klasse entscheidet. Zunächst bekommt man verstärkten Englischunterricht. Und ab der sechsten Klasse werden die Fächer Erdkunde, Geschichte und Politik auf Englisch unterrichtet.

Es gibt also viele Möglichkeiten an den weiterführenden Schulen, die die jetzigen Viertklässler nach den Sommerferien besuchen könnten. Die wichtige Entscheidung, welche Schule am geeignetsten ist, liegt jedoch nach wie vor bei den Eltern.

Sophia Leptien, Vanessa Rademacher

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