Das aktuelle Wetter Velbert 9°C
Tunnel Birth

Das war erst der Anfang der Bauarbeiten im Tunnel Birth

13.02.2012 | 17:36 Uhr
Das war erst der Anfang der Bauarbeiten im Tunnel Birth
Der Tunnel in Birth Bild: Detlev Kreimeier

Velbert.   Die Sofortmaßnahmen am Birther Tunnel sind abgeschlossen. 2013 gehen die Bauarbeiten weiter.

Die Bauarbeiten scheinen abgeschlossen. Helle, in den Boden gelassene Lichter beleuchten die weißen Wände und grünen Pendeltüren. Die Straßenbauarbeiter im Birther Tunnel sind mit ihrer Ausrüstung abgezogen. „Die Sofortmaßnahmen sind abgeschlossen“, erklärt Guido Cherchi. Er ist Projektingenieur der Projektgruppe Tunnel in der Autobahnniederlassung Krefeld von Straßen NRW.

Doch die waren erst der Anfang. 2013 geht es weiter. „Bisher sind etwas mehr als ein Millionen Euro in den Tunnel geflossen“, rechnet Cherchi zusammen. Mit den Geldern konnte beispielsweise eine „aktive Light-Einrichtung“, so der Fachmann, eingebaut werden. Das sind die LED-Lichter, die seitlich der Fahrbahn in den Gehweg eingelassen sind. Die Fluchttüren wurden erneuert, genau wie deren Beschilderung. Gesetzlich beträgt der Fluchtwegeabstand übrigens 300 Meter. Im Tunnel gibt es alle 100 Meter eine Tür. Ganz besonders auffallend auch die weiße Wandbeschichtung. Außerdem wurde die Notstromversorgung angepasst.

Neue Deckenbeleuchtung

Nächstes Jahr wird der Tunnel 30 Jahre alt. Seit 1983 haben sich die Sicherheitsrichtlinien deutlich verändert. Deshalb muss noch ein Vielfaches an Geldern in den 840 Meter langen Tunnel gesteckt werden. Den genauen Betrag darf der Ingenieur nicht preisgeben, weil die Maßnahmen noch ausgeschrieben werden.

Zurzeit fahren täglich rund 17 000 Kraftfahrzeuge unter der Jahnstraße hindurch. „Der Tunnel wird auf 40 000 Fahrzeuge pro Tag angepasst“, erklärt Guido Cherchi. Der Lückenschluss A 44 naht. Bis dahin sollen die restlichen Arbeiten erledigt sein. „Es ist nicht geplant, den Tunnel während der Arbeiten 2013 zu sperren.“

Geplant ist aber, das „komplette Belüftungssystem zu erneuern“, zählt Cherchi auf. Mehr und leistungsfähigere Ventilatoren werden eingebaut, damit auch „die Brandlüftung ausreichend dimensioniert ist, um vorhandene Brandgase zu transportieren“. Das sei wichtig, um ausreichend Zeit zur Selbstrettung zu generieren.

Neue Belüftungsanlage

Des Weiteren erhält der Tunnel eine Lautsprecheranlage, um Fahrzeuge zu beschallen. Eine Videotechnik soll installiert werden, damit bei Gefahr frühzeitig gefiltert werden kann, was wirklich passiert ist. Dazu kommen noch Brandmeldesensoren. Die leiten zweigleisig ihre Infos zur Feuerwehr und zur Überwachungszentrale nach Duisburg.

Außerdem „wird die komplette Beleuchtung der Decke angepasst“. Eine Tunnelsperranlage mit Schranken, die quer über die Fahrbahn eingeschwenkt werden sowie eine dazugehörige Ampelanlage gehören bald auch zu dem Sicherheitsstandard des Birther Tunnels.

„Eine Schlitzrinne“, verspricht der Projektingenieur. Das ist eine spezielle Abflussrinne über die gesamte Länge. „Falls ein LKW mit Chemikalien umkippt, wird die Flüssigkeit gezielt zurückgehalten“, erklärt der Ingenieur. Das flüssige Gift gelangt so nicht einfach in das Abwasser. Ebenfalls erneuert, bzw. erweitert wird die Löschwasseranlage, um den erforderlichen Druck zu erstellen.

Wenn der Lückenschluss der A 44 abgeschlossen ist, dann wird der Tunnel fit für die Zukunft sein. Das erwartete höhere Fahrzeugaufkommen wird der Birther Tunnel mit Sicherheit meistern.

Nicole Krzemien

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6348347/create

Aktuelle Fotos und Videos
Kindergarten im Wald
Bildgalerie
Waldkinder
Hardenberger Schützenfest
Bildgalerie
Brauchtum
Projekt Gesundheit
Bildgalerie
Regenbogenschule
Kurzer Prozess
Bildgalerie
Fußball
Aus dem Ressort
Marken-Image leidet durch Gerüchte
Opel
Die Gerüchte um eine Schließung des Opel-Werks in Bochum reißen nicht ab – und manch einer befürchtet dadurch einen Imageschaden für die Marke Opel. Die WAZ wollte wissen, ob das drohende Aus für die Fertigung des Astra im Ruhrgebiet auch bei den Velberter Opel-Käufern und -Fans ein Gesprächsthema
Stadt: U3-Ausbau ist doch machbar
Kinderbetreuung
Ausweg aus der Millionen-Finanzierungslücke: Geld aus Belastungsausgleich für nötige Investitionen einsetzen. Richter: „Diese Mittel können ausreichen.“