Das stinkt auch Hundefreunden

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Was wir bereits wissen
„Wir machen den Dreck weg“: So lautete die Devise, als sich jetzt fünf Tierfreundinnen in Langenberg zu einer ungewöhnlichen Sammelaktion trafen.

Langenberg..  Eine Spezialauflage von „Langenberg besenrein“ könnte man sie nennen – die ungewöhnliche Reinigungsaktion, zu der sich jetzt fünf Tierfreundinnen in Langenbergs Altstadt trafen: Auf Initiative von Jennifer Jäckel, Inhaberin der Hundeschule „Fellwechsel“, zog man zweieinhalb Stunden durch die Altstadt, um Straßen und Gassen von Hundekot zu säubern.

„Wir machen den Dreck weg“ war Motto des „Kot-weg-Tages“, mit dem man als Hundehalter Flagge zeigen und in den eigenen Reihen mit gutem Beispiel vorangehen wollte. „Die meisten Hundehalter entsorgen die Hinterlassenschaften ihrer vierbeinigen Gefährten pflichtbewusst mittels Kotbeuteln im nächstgelegenen Mülleimer“, ist Jennifer Jäckel überzeugt. Leider gebe es aber auch Hundehalter, die dies nicht täten. „Sehr zum Ärger von allen anderen, die an den unansehnlichen und übel riechenden Haufen vorbei gehen müssen – und oft auch hineintreten“, so die Hundeschulbesitzerin.

Bürgerhauspromenade als „Hundeklo“

Vom Raiffeisenmarkt mit „Mistboys“, aus dem Reitstall bekannten speziellen Schaufeln ausgerüstet, zog man vom Parkplatz Wateler Mühle aus los, um nach Hinterlassenschaften von „des Menschen besten Freund“ zu suchen. Das heißt: Wirklich suchen musste man nicht – hatten sich die Dreckschüppen doch bereits nach kaum mehr als 150 Metern ansehnlich gefüllt. An der Wateler Mühle vorüber ging’s zunächst zur Hellerstraße, dann weiter zur Bürgerhauspromenade – einem als „Hundeklo“ besonders stark missbrauchten Fußweg. „Erstaunlicherweise war es dort diesmal gar nicht so schlimm“, zog Jennifer Jäckel nach der Aktion Bilanz. Und sie ahnte auch den Grund dafür: „Vielleicht war die Stadt wegen des Flohmarktes am Wochenende auch erst kurz zuvor gereinigt worden“, vermutete die Hundetrainerin.

120-Liter-Tonne fast randvoll

Denn auch auf den übrigen Straßen und Plätzen der Reinigungsaktion, auf Vogteier- und Voßkuhlstraße, an der Fußgängerunterführung neben St. Michael, am Pferdemarkt und im Stillen Park habe sich die Verschmutzung eher in Grenzen gehalten. Dass dabei immer noch genug Hundekot zusammenkam, belegte beim Abschluss der Sammelaktion nach zweieinhalb Stunden ein Blick in die 120-Liter-Abfalltonne, die die Technischen Betriebe Velbert für die Aktion zur Verfügung gestellt hatten: Fast randvoll war die Tonne.

Vor allem viele kleine „Würstchen“

Dass es vor allem auffallend viele kleine Hundehaufen gewesen seien, die man eingesammelt habe, erwähnte Jennifer Jäckel dann eher mit einem Augenzwinkern. Und dass es ihr und den anderen Sammlerinnen am Ende selbst schlecht geworden sei vor lauter Gestank. Denn kühle Getränke und Lakritz, die sie den Sammlerinnen spendiert habe, hätten nicht wirklich geholfen. Was die Hundefreundin auf eine Idee brachte: „Beim nächsten Mal gibt’s Pfefferminzbonbons für alle Helfer“, kündigte sie an.