Das macht der Kreissportbund Mettmann

Nicht nur Unterstützung für Mitgliedsvereine – auch eigene Kurse bietet der Kreissportbund an. Etwa für Senioren.
Nicht nur Unterstützung für Mitgliedsvereine – auch eigene Kurse bietet der Kreissportbund an. Etwa für Senioren.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die meisten Velberter Vereine sind MItglied im Stadtsportbund, der wiederum zum Kreissportbund gehört. Dieser Dachverband verschafft seinen Mitgliedern einige Vorteile und bietet eigene Programme an.

Velbert/Mettmann..  Ob Boxen, Fußball oder Tanzen – die meisten Velberter Vereine sind dem Stadtsportbund angeschlossen. Dieser wiederum gehört zu den zehn Verbänden aus dem Kreis Mettmann, die dem Kreissportbund Mettmann (KSB) angehören.

Der Velberter Hans-Werner-Mundt ist stellvertretender Vorsitzender und seit fast vierzig Jahren mit dabei. „Den KSB gibt es schon seit vielen Jahrzehnten“, erinnert er sich. „Dem Dachverband gehören zehn Verbände mit insgesamt 460 Sportvereinen an“, erklärt er. „Wir haben im Kreis etwa 500 000 Einwohner. Etwa 25 Prozent von ihnen sind Mitglied in einem Sportverein.“ In Velbert leben derzeit etwa 83 500 Menschen. „18 000 davon sind in einem der 74 Velberter Sportvereine organisiert, 7000 davon sind Kinder.“

Ein erfreuliches Ergebnis für den stellvertretenden Vorsitzenden, der weiß, dass es wichtig ist, den Nachwuchs zu mobilisieren. „Der KSB ist für die Vereine da und hilft ihnen bei wichtigen Anliegen und Problemen.“

Zudem werden Übungsleiter vom Kreissportbund Mettmann ausgebildet und viele Qualifizierungsmaßnahmen gerade im Kinder- und Jugendbereich durchgeführt. „Derzeit ist ja auch das Thema Flüchtlinge sehr aktuell. Auch hier versuchen wir, die Vereine mit einzubinden, damit sie sich der Kinder annehmen können.“

Natürlich muss sich nicht jeder Sportverein dem Stadt- und somit auch dem KSB anschließen. „Es gibt natürlich auch Clubs, die komplett eigenständig sind“, weiß Mundt. Doch eine Mitgliedschaft habe natürlich Vorteile. „Wir bekommen Vergünstigungen, wenn wir Sportplätze oder Turnhallen mieten – Nichtmitglieder zahlen eine höhere Nutzungsgebühr.“ Zudem sind die angehörigen Vereine über die Sporthilfe abgesichert, „beispielsweise bei Verletzungen tritt die Versicherung in Kraft.“

Verein muss gemeinnützig sein

Bislang wurde „jeder Verein, der etwas mit Sport zu tun hat, im Sportbund aufgenommen“, weiß Mundt. „Voraussetzung ist natürlich, dass es nach dem BGB einen Vorstand gibt, der sich aus sieben Personen zusammensetzt, dass eine Vereinssatzung erstellt wird und über einen Notar beim Amtsgericht eingereicht wird.“ Zudem muss bestätigt werden, dass der Verein gemeinnützig ist. Der Club kann dann einen Antrag stellen und kann als Mitglied im KSB auch beispielsweise Übungsleitergelder beantragen.

Der Diplom-Sportwissenschaftler Simon Tsotsalas, Referent für „NRW bewegt seine Kinder“ und „bewegt älter werden“ weiß, wo der KSB in Velbert aktiv ist. „Wir sind mit Programmen wie ,bewegt älter werden’ aktiv. Da wollen wir der älteren Bevölkerung zeigen, was es für Bewegungsangebote in den Vereinen gibt, die speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind.“

Gemeinsam mit dem Kreisgesundheitsamt bietet der KSB im Juli ein Mini-Sportabzeichen für Kita-Kinder an. „Unter dem Motto ,NRW bewegt seine Kinder’ werden zudem bewegungsfreundliche Kindergärten qualifiziert und mit einem Gütesiegel versehen.“ Auch bei den offenen Ganztagsschulen ist der KSB aktiv: „Wir wollen da die örtlichen Sportvereine mit ins Boot holen. Alle haben mit Mitgliederschwund zu kämpfen. Was sicher auch damit zu tun hat, dass viele Kinder nachmittags durch die Ogata einfach keine Zeit mehr finden, zum Sport zu gehen.“