Das kommt immer gut an
14.04.2010 | 19:09 Uhr 2010-04-14T19:09:00+0200
Tönisheide. Lokal feiert in diesem Jahr sein 100-Jähriges
Willst Du die Natur erleben in ihrem Reiz, so radle hin zur Kleinen Schweiz!“ So steht es geschrieben auf dem kleinen Fahrradständer, der vor dem gleichnamigen Ausflugslokal an der Wimmersberger Straße in Tönisheide steht. Zwar sucht der Standort in Velbert seinesgleichen, trotzdem erwartet die Gäste mehr als „nur“ die schöne Natur von Schlammteich und Rundwanderweg Eignerbach. Die „Kleine Schweiz“ ist Anlaufpunkt und bietet Gastfreundlichkeit, guten Service und leckere Küche – und das seit nunmehr 100 Jahren.
Ihren Namen erhielt die „Kleine Schweiz“ von dem als Naturfreund und Wunderläufer bekannten Adolf Wilmsmeyer. Im Jahre 1910 übernahmen Eberhard und Katrin Wiehoff die „Kleine Schweiz“. Sie führten nur alkoholfreie Getränke, bis ihnen 1924 die volle Konzession erteilt wurde. Viel Arbeit und viel Geld haben die Familie Wiehoff in die „Kleine Schweiz“ investiert: Ein neuer Garten, die Aufstockung des alten Bruchsteingebäudes um eine Fachwerketage, Anbau und mehrere Veränderungen im Außenbereich haben das Gesicht des Betriebs ständig gewandelt.
Heute führen Frank Wiehoff und seine Ehefrau Dörte die „Kleine Schweiz“ in der vierten Generation. Und auch heute noch gibt es eigentlich immer etwas zu tun. „Im Prinzip haben wir jedes Jahr eine neue Baustelle“, so Wiehoff, der mit seinem Team von zwölf Mitarbeitern – darunter vier Auszubildende – ständig neue Ideen entwickelt und umsetzt.
Im vergangenen Jahr wurde der große Parkplatz am Waldeingang asphaltiert. 2010, im Jubiläumsjahr, schmücken neue Terrassenmöbel aus Holz den Außenbereich rund um „Frankis und Dörtes Grillstübchen“. Diese kleine Holzhütte inmitten der einladenden Kulisse von Natur, einem kleinen Brunnen und einer Palme dient der Bewirtung des Außenbereichs.
Im Sommer wird dort bei gutem Wetter wieder der Grill angezündet. „Das kommt immer gut an“, erzählt Wiehoff. Er muss es wissen, schließlich ist er – im Vergleich zu seinen Vorfahren, die teilweise aus fachfremden Berufen kamen – gelernter Koch. Seiner Lehre in Düsseldorf folgten Arbeitsstationen in Nürnberg und der Schweiz. Gerade im Sommer wird der Grillgeruch sicher auch den ein oder anderen Wanderer, Radler oder Jogger vom Kurs abbringen und geradewegs in das Restaurant im Grünen locken.
Vor zu großem Besucherandrang müssen sich die Wiehoffs nicht fürchten. Die Kapazitäten der „Kleinen Schweiz“ sind enorm. Im Inneren finden rund 200 Personen Platz, draußen kommen weitere 100 hinzu. Montags und dienstags hat das Restaurant geschlossen. An allen anderen Tagen ist von 11 Uhr an durchgehend geöffnet. So bieten sich von Mittwoch bis Sonntag für Spaziergänger, Sportler und sonstige Ausflügler schöne Möglichkeiten, eine Auszeit inmitten der Natur zu verbringen. Und vorher, nachher oder vorher und nachher auf eine große Stärkung in der „Kleinen Schweiz“ einzukehren.
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