Rainer Köster aus Velbert zaubert Buchweizenpfannkuchen

Deftig-würzig kommen die Buchweizenpfannkuchen, kräftig belegt mit Mettwurst und Zwiebeln, bei Rainer Köster auf den Tisch. Beim Besuch der WAZ backte er sie im Gartenhaus seines Freundes Wolfgang Plettau in der Grenzregion von Velbert, Mettmann und Wülfrath.
Deftig-würzig kommen die Buchweizenpfannkuchen, kräftig belegt mit Mettwurst und Zwiebeln, bei Rainer Köster auf den Tisch. Beim Besuch der WAZ backte er sie im Gartenhaus seines Freundes Wolfgang Plettau in der Grenzregion von Velbert, Mettmann und Wülfrath.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Rainer Köster steht seit seiner Jugend auf Buchweizenpfannkuchen. Und wie sein Großvater einst, zaubert er sie deftig aus der Pfanne.

Velbert.. Eine „deftig-würzige Delikatesse aus der niederbergischen Arbeiterküche“ hatte Rainer Köster versprochen, als er im Frühjahr sein Rezept für Buchweizenpfannkuchen an die WAZ schickte. Da muss man unwillkürlich schmunzeln: Der gebürtige Velberter und Linken-Politiker mag noch nicht einmal beim Kochen die Politik einmal links liegen lassen.

Entspannen im Gartenhaus

Unkonventionell gestaltete sich dann auch der Mittagstermin mit WAZ am Herd: Hierzu lud Rainer Köster nicht zu sich nach Hause, sondern in das Gartenhaus seines Freundes Wolfgang Plettau ein, das mitten in der grünen Landschaft an den Stadtgrenzen von Velbert, Mettmann und Wülfrath liegt. „Alle paar Wochen komme ich hierhin, um mit Wolfgang und einem weiteren Kumpel, Manfred Babera, zu entspannen“, erzählt der pensionierte Gesamtschullehrer. Wenn sich dann mittags der Hunger meldet, „bin ich es in der Regel, der an den Topf muss“, scherzt Köster. Glücklicherweise kann er für viele Rezepte auf Rohstoffe aus dem Gartenanwesen Plettaus zurückgreifen – so auch heute: Die Eier für die Buchweizenpfannkuchen kommen direkt von 15 Hühnern, die munter im Hintergrund scharren.

Die Eier sind klein, der Dotter tiefgelb, Köster schlägt sie in das bräunliche Mehl. Einen Elektroquirl benutzt er nicht, „ich verrühre alles noch so, wie es früher gemacht wurde.“ Die beiden Freunde schauen zu Köster in die Küchenecke herein, wie weit er wohl ist? Draußen haben sich in der Mittagszeit mehrere Bienenvölker aus ihren Stöcken erhoben und schwirren um einen Apfelbaum. „Jetzt sollte man sie nicht stören“, sagt Plettau leise, aber die laue Witterung stimmt die Bienen wohl friedlich. Rainer Köster schüttet zu Mehl und Eiern etwas Mineralwasser mit Kohlensäure hinzu, dadurch soll der Teig lockerer werden. In separaten Schüsseln stehen geschnittene Mettwurst und Zwiebeln bereit, die werden später auf den Teig in der Pfanne gegeben.

Mit Buchweizenpfannkuchen verbindet Rainer Köster Episoden aus seiner Kindheit. „Ich kenne das Rezept von meinem Opa“, erzählt er. „Mein Opa war Schleifer in Velbert und Freizeitsportler und ich war viel mit ihm zusammen.“ Noch im hohen Alter von 80 Jahren kam es vor, „dass er zwei- bis dreimal pro Woche zu mir jungem Spund in Velberter Platt sagte: Jung, kuom ropp, wie maken ens wi-er Buckwitzpannekuoken!“ Dann sei der kleine Rainer zum Konsumladen Jahnstraße/Ecke Poststraße gelaufen, um die nötige Menge Buchweizenmehl zu kaufen.

Der Teig ist fertig. Köster greift mit der Suppenkelle tief hinein, lässt die Masse langsam ins zischende Sonnenblumenöl in der Pfanne gleiten. Verteilen, Zwiebelringe und Wurststücke hineindrücken, warten bis zum Wendemanöver. „Das ginge auch mit Äpfeln“, hebt Köster an. „Nein!“, rufen die Kumpels. „Lieber schön deftig!“

Die Zutaten

300g Buchweizenmehl,
etwas Milch,
etwas Sprudelwasser,
pro Pfannkuchen 1 Ei,
Zwiebeln,
durchwachsener Speck/Mettwurst,
Salz,
Öl /Bratfett,
nach Möglichkeit eine gusseiserne Pfanne

Das Rezept

Das Buchweizenmehl in eine Schüssel geben, die Eier aufschlagen und zwei bis drei Prisen Salz, etwas Milch und einen Schuss Sprudelwasser zugeben. Mit einem Elektroquirl oder mit Rührbesen verrühren.

Dann nicht zu viel Teig in die heiße Pfanne mit genug Öl geben und bald drei bis vier Zwiebelscheiben und vier bis fünf Speck- oder Mettwurstscheiben eindrücken. Nach mehrfachem Einstechen den Pfannkuchen mittelbraun anbacken lassen und dann vorsichtig wenden.

Den fertigen Buchweizenpfannkuchen sollte man möglichst schnell servieren und warm essen: Eine deftig-würzige Delikatesse aus der niederbergischen Arbeiterküche verspricht der Kommunalpolitiker.