Porreenudeln bei Wittkötters in Velbert sind der Familienklassiker

Für die Serie „Das isst der Pott“ stellte WAZ-Leserin Angelika Wittkötter aus Velbert ihr Rezept von Porreenudeln vor.
Für die Serie „Das isst der Pott“ stellte WAZ-Leserin Angelika Wittkötter aus Velbert ihr Rezept von Porreenudeln vor.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
WAZ-Leserin Angelika Wittkötter bittet zu Tisch: Ihre Porreenudeln sind in der Familie ein echter Renner und problemlos zuzubereiten.

Velbert.. Bei Familie Wittkötter erzählt man sich gerne ab und an die Anekdote von Tochter Elke, die seinerzeit als 15-Jährige mit einer Sportgruppe zwei Wochen lang am Plattensee weilte. Kulinarisch muss der Trip ein Reinfall gewesen sein, denn am Abreisetag rief sie in Velbert an, um ihrem Bruder auszurichten, dass sie zur Heimkehr mit Porreenudeln bewirtet werden wollte.

Porreenudeln – bei Familie Wittkötter ein Synonym für heimelige Atmosphäre zu Hause. „Und dabei ist es wirklich schlicht und einfach umzusetzen“, betont Angelika Wittkötter, als sie von der WAZ Besuch bekommt. Dennoch hat sie sich entschlossen, gerade dieses Rezept zur Aktion „Das isst der Pott“ beizutragen, denn es erfüllt alle geforderten Merkmale der regionalen Alltagsküche: „Porree, den man hier ja auch als Lauch bezeichnet, ist sehr gesund, er wächst in jedem durchschnittlichen Gemüsegarten und ist käuflich heutzutage fast das ganze Jahr verfügbar“, sagt sie. „Auch Nudeln geben Energie, Schinken macht das Gericht deftig, der besondere Geschmack kommt durch die gerösteten Pinienkerne.“

Angelika Wittkötter arbeitet in der Küche mit der wohltuenden Routine einer Hausfrau, die seit Jahrzehnten ihre Lieben mit ihrer Kunst erfreut. Rasch die WAZ-Schürze umgebunden, die Zutaten hat die Velberterin zuvor schon ordentlich vorbereitet. Der Porree wirkt wunderbar knackig – hellgrün und schneeweiß. Mit der Selbstverständlichkeit eines Chirurgen schlitzt sie die Stangen längs auf, um sie dann unter fließendem Wasser von Erdspuren zu reinigen. „Außerdem lege ich so die Blüte im Stamm frei, die sollte vor dem Verarbeiten entfernt werden“, klärt Wittkötter auf. Helfen braucht man ihr nicht, jeder Handgriff sitzt, schon badet das Gemüse in etwas Wasser, die Köchin streut Salz, Pfeffer und etwas gekörnte Gemüsebrühe hinzu, „Nicht zu lange“, mahnt sie, „der Lauch sollte schon noch bissfest sein!“

Mittagessen auf der Terrasse

Derweil wird der dritte Teil eines Kilos gekochten Schinkens in kleine Würfel geschnitten, die Nudeln werden abgegossen. Die einzelnen Komponenten für das Schichtwerk sind fertig, als auch die Pinienkerne in einer kleinen Pfanne schön braun geworden sind. Die Reihenfolge der Zusammenstellung im großen Topf: Nudeln, Porree, Schinken, gebräunte Butter, Pinienkerne.

Draußen auf der Terrasse des Wittkötterhauses am Kostenberg schauen die Gäste ins satte Gartengrün, und bedienen sich mit der Küchenzange. In der Tat: Beim Hineinbeißen in die Porreestücke knirscht es noch leicht – alles noch frisch, alle Vitamine sind erhalten. „Freut mich, wenn es Ihnen schmeckt“, sagt die Hausherrin.

Das Rezept

Die Nudeln, das können nach Aussage von Angelika Wittkötter auch gerne Vollkornprodukte sein, nach Vorschrift kochen, abgießen und eventuell noch nachsalzen, ein Stück Butter zugeben, damit sie nicht zusammenkleben. Den Porree waschen, in Ringe schneiden, mit wenig Wasser unter Umrühren kurz erhitzen, auf keinen Fall zu lange kochen! Den gekochten Schinken klein schneiden, dann die Pinienkerne ohne Zugabe von Fett in einer Pfanne hellbraun rösten.

Die Nudeln in eine große Schüssel geben, darauf den bissfesten Porree schütten, als nächste Schicht die Schinkenwürfel darüber häufen. Darüber wird die gebräunte Butter gegossen, den Abschluss bilden die sehr dekorativen Pinienkerne.

Die Zutaten

Meine Zutatenliste
500 g Nudeln (Spaghetti oder Spiralen), 4 Stangen Porree, 150 g Butter, 300 g gekochter Schinken,
1 Tütchen Pinienkerne,
Salz, Pfeffer, Curry