Da strahlten alte und junge Augen

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Was wir bereits wissen
Im zehnten Jahr gibt es ihn schon: Den „Dialog der Generationen“,den in Langenberg Kinder der Wilhelm-Ophüls-Grundschule mit Senioren des Elisabeth-Stifts führen.

Langenberg..  Das war wie ein ausgiebiges Bad im Jungbrunnen für die Bewohner des Elisabeth-Stifts! Brachten die 33 Kinder der Wilhelm-Ophüls-Schule doch jede Menge in den sonst meist doch eher beschaulichen Alltag der Senioren, als die Kinder jetzt zu einer Neuauflage des „Dialogs der Generationen“ im Seniorenheim an der Krankenhausstraße anrückten.

Nahezu die kompletten Klassen der 2 a und 2 b waren vertreten, als sie nach ihrer ersten großen Pause um 10.15 Uhr wie die Hummeln in die Eingangshalle des Elisabeth-Stifts schwärmten. Und im Sturm eroberten die kleinen Besucher die Herzen ihrer älteren Gastgeber, als die Kinder zur Begrüßung in fröhlicher Ausgelassenheit erst mal das Rolf-Zukowski-Lied „Nackidei, Nackidei“ anstimmten.

Empfang in der Eingangshalle

Tische und Bänke hatte das Team um Gabriele Denker für die Wilhelm-Ophüls-Kinder in der Eingangshalle aufgestellt. Denn: „So eine große Schar hätte in der Cafeteria gar nicht Platz gefunden“, so die Leiterin des Sozialen Dienstes. Doch bevor Jung und Alt sich an diesen Tischen zum Essen zusammensetzen konnten, stand erst der „handwerkliche“ Teil des Generationen-Dialogs auf dem Besuchsprogramm.

Arbeit in vier Gruppen

Zwischen vier Projektgruppen konnten die Jungen und Mädchen wählen: In der ersten wurde gemeinsam mit den Senioren gespielt und gesungen, in der zweiten Stand Gymnastik auf dem Unterrichtsprogramm. Den Obstsalat für den Nachtisch bereite die dritte Gruppe zu, während die vierten Gruppe Erdbeeren bastelte.

Vor neun Jahren startete das Projekt

Wie im Flug verging so die Zeit bis zum Mittagessen. Und selbst Gabi Denker, die das Generationen-Projekt schon seit neun Jahren organisiert, staunte nicht schlecht: „Die Kinder sind so unbefangen und freundlich, trotzdem sehr respektvoll im Umgang mit unsern Bewohnern – und von Berührungsängsten gar keine Spur.“

Manches Kind war schon früher da

Und so blickte man an diesem Vormittag auch durchweg in strahlende junge und alte Augenpaare. Augenpaare, die sich in einigen Fällen übrigens nicht zum ersten Mal ansahen. Denn: „Wir veranstalten den Dialog der Generationen ja auch mit der Kindertagesstätte am Hahn“, erklärte Gabi Denker. Und als sie die Kinder fragte, wer das Elisabeth-Stift denn schon mal besucht habe, schnellten gleich mehrere Kinderarme in die Höhe – schon in ihrer Kita-Zeit hatten sie dem Haus und seinen Bewohnern einen Besuch abgestattet.

Nächster Besuch steht schon fest

Und als man sich schließlich zu Tisch setzte, um gemeinsam Nudeln mit Tomaten- oder Bolognese-Sauce, wahlweise mit oder auch ohne Parmesan serviert und anschließend zum Dessert auch noch den Obstsalat schmecken ließ, da war das nächste Treffen für einen „Dialog der Generationen“ schon abgemacht. Und auch der wird zunächst wieder ganz musikalisch beginnen: Anfang Dezember werden Kinder der Wilhelm-Ophüls-Schule zum Weihnachtsliedersingen das Seniorenwohnheim an der Krankenhausstraße besuchen.