Clown Francesco besucht Regenbogenschule in Neviges

Clown Francesco begeisterte die Schülerinnen und Schüler der Regenbogen-Grundschule .
Clown Francesco begeisterte die Schülerinnen und Schüler der Regenbogen-Grundschule .
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Karneval stand Dienstag auf dem Stundenplan der Regenbogenschule : Erst große Polonaise auf dem Schulhof, dann kam Clown Francesco.

Neviges..  Schule kann ja soo viel Spaß machen. Wenn der Unterricht ausfällt und stattdessen die Lehrerinnen als Biene Maja, verrücktes Gaga-Huhn oder Gartenzwerg eine tolle Polonaise über den Schulhof anführen. Oder die Schulleiterin als spaciges Raumfahrt-Girl im Silberanzug ihre Kinder mit „Alaaf“ begrüßt.

In der Regenbogenschule an der Wielandstraße war gestern alles ein bisschen anders: Statt Unterricht stand Karneval auf dem Stundenplan der Grundschule, und das den ganzen Tag und in allen Klassen. „Guck mal, Frau Kremer“, kreischt eine kleine Prinzessin und zeigt begeistert auf einen Pulk buntgekleideter, abenteuerlich aussehender Gestalten, alles Lehrerinnen und Lehrer, unter ihnen „Frau Kremer“.

Kurz vor 10 Uhr, große Pause. Aus den Boxen dröhnt „Jaja, in Kölle verliebt“, der Lindwurm aus kleinen Cowboys, Feen und dick vermummten Kätzchen zieht glückselig über den Schulhof. Winterfee Hannah hinter Prinzessin Lea, und dann und wann ein großer Narr. „Alle sind verkleidet, auch die Lehrer. Toll. Und es gibt keine Hausaufgaben“, schnappt Teufel Laura zwischendurch kurz Luft. Polizistin Monica muss mal eben ihre Mütze gerade rücken, hat ja sonst keiner Respekt hier in der Bande. „Das Tanzen und Spielen in der Klasse war super“, ruft sie, und Leandra, die stolze spanische Tänzerin, fügt huldvoll hinzu: „Und gleich kommt noch der Clown.“

Ja, Clown Francesco aus Köln. Die Turnhalle an der Wielandstraße bebt, als er sein „hochverkehrtes, hochversehrtes, äh, hochvermehrtes Publikum“ begrüßt, ein bisschen mit dem dicken Clowns-Popo wackelt und seine „Kollegen“ Willi und Ingrid vorstellt, zwei Jonglier-Scheiben, die er aus fernen Ländern durch die halbe Welt getragen und schließlich nach . . . „Velbert“ gebracht hat, wie Francesco ein wenig schicksalsergeben seufzt.

Doch an diesem Morgen, in dieser Stunde, da möchte keiner der kleiner Narren woanders sein als hier im Siepen. „Williiii“, brüllt die rechte Fraktion, und „Ingriiiid“ die linke, als die Scheibe auf dem Jonglierseil saust, und dann kommt das „hoch versehrte Publikum“ an die Reihe. Für Biene Maja, ein Sträfling und Karate Kid wird es ernst da vorn, aber die ganz große Show gehört einem kleinen Mädchen in Rosa. Schwupps, stülpt ihr Francesco einen Schutzhelm auf den Kopf und schon düst die kleine Prinzessin auf Francescos Schultern mit dem Einrad über die Bühne. Eine tolle Feuer-Nummer, dann gibt Francesco jedem zum Abschied die Hand. Vor Aufregung sind die kleinen Jecken gar nicht traurig. Und, Alaaf, die Party geht ja gleich in der Klasse weiter.