„Circus Antoni“ gastiert in Neviges mit Familienprogramm

Quirlige Vierbeiner: Vroni Stephan trainiert mit ihren Hunden für den Auftritt.
Quirlige Vierbeiner: Vroni Stephan trainiert mit ihren Hunden für den Auftritt.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Auf dem Pilgerparkplatz gastiert bis zum 19. April der „Circus Antoni“. Bereits in achter Generation bietet die Familie Tränkler ihrem Publikum ein buntes Familienprogramm.

Neviges..  Drei hyperaktive Brüder, das ist für jede Familie ein Alptraum: Vroni Stephan jedoch strahlt, als Lucky, Richie und Duke auf sie zuflitzen, wie ein Ping-Pong-Ball hochspringen und sich vor Quirligkeit überschlagen. Wer sehen will, was die Drei erstmal alles drauf haben, wenn „Samantha“, so der Künstlername von Vroni Stephan, das Kommando übernimmt, muss am heutigen Samstag um 16 Uhr zum Pilgerparkplatz kommen: Dann heißt es wieder: Manege frei für „Circus Antoni“.

Die in achter Generation bestehende Zirkusdynastie Tränkler ist bereits seit 36 Jahren Stammgast in Velbert-Mitte, Tönisheide und Neviges. Dass die Saison in Neviges eröffnet wird – von Ende November bis Anfang April schlägt die Großfamilie ihr Winterquartier stets in Witten auf – findet Vroni Stephan besonders schön: Kündigte sich bei Gastspielen in Neviges doch schon häufiger Nachwuchs in der Artistenfamilie an. „Unsere Tochter Zoe wird am kommenden Wochenende daher auch im Dom getauft, wir haben zu diesem Ort schon eine besondere Beziehung. Und die Atmosphäre ist einfach einmalig“, freut sich die Hundedompteurin auf den 18. April.

Tanz der Vampire in luftiger Höhe

Soni (10), Zoes großer Bruder, hat derweil schon Lampenfieber: Klar, als Clown Spaghetti weiß er genau, was sein Publikum mag, aber als Artist, da betritt er heute Neuland. Ob auch die neue Diabolo-Nummer funktioniert? Etwa ein Jahr lang wurde geübt, natürlich mit Unterbrechungen, denn die Schule darf nicht zu kurz kommen: In der Saison kommt mehrmals in der Woche eine Lehrkraft der „Schule für Zirkuskinder“ mit Sitz in Hilden, im Winter gehen die Kinder in Witten zur Schule. Rasend schnell saust die Diabalo-Scheibe über das Band, von rechts nach links, wieder nach rechts. Soni ist zufrieden. In der Manege, so seine Mutter, ist er eh die Ruhe selbst.

Nerven müssen auch Angelina, Vivien, David und Justin bei ihrer atemberaubenden Stuhlbalance bewahren. Ganz zu schweigen von Artistin Celina (11), die zu den Klängen von „Tanz der Vampire“ durch die Lüfte schwebt. Hier macht die ganze Familie ordentlich Zirkus, dazu gehören natürlich auch Tier-Nummern. „Als Unternehmen gesehen, sind unsere Tiere unser Schaufenster“, meint Vroni Stephan. Auf eine artgerechte Haltung werde daher besonders Wert gelegt. Und so liegen Kalischka, Xantha und die anderen Lamas träge draußen in der Sonne, bevor sie als „Marrakesch-Truppe“ im Zirkuszelt ihren großen Auftritt haben. Ungekrönte Könige auch in diesem Jahr: die beiden prächtigen schwarzen Friesen-Hengste Nathan und Negro. Auf die Ziegennummer wird das Nevigeser Publikum derweil wahrscheinlich verzichten müssen: Bei Mama Ziege ist die Mutterschutz-Frage noch nicht ganz geklärt, und der Nachwuchs hat ständig Hunger.

Übrigens: An jedem Vorstellungstag laden die Tränklers auch zur Tierschau ein; besonders für die kleinen Zirkusbesucher ist dies ein besonderes Erlebnis.