Busunternehmen haben Recht, von Sascha Döring

Zunächst einmal erscheint das Beförderungsverbot für E-Scooter wie ein Skandal, gibt es doch ein Recht auf Gleichstellung und eine Mobilitätsgarantie. Davon Menschen auszuschließen, bloß weil sie auf technische Hilfsmittel angewiesen sind, klingt nicht gut.

Doch wie immer gibt es zwei Seiten der Medaille: Die Argumente der Verkehrsunternehmen sind ernst zu nehmen. Im Gegensatz zum (e-) Rollstuhl ist ein E-Scooter nicht sehr beweglich. Es gibt nur eine lenkbare Achse, die Ausmaße sind enorm. Steht das Gerät quer zur Fahrtrichtung, ist die Sicherheit im Fall einer Notbremsung etwa nicht mehr gewährleistet – und zwar sowohl die des E-Scooter-Fahrers, als auch die der anderen Fahrgäste. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit ist aber höher anzusehen, als das Recht auf Mobilität.

Vielleicht sollten sich tatsächlich die Hersteller Gedanken machen, ob durch technische Änderungen am Scooter die Gefährte nicht beweglicher werden – und so einfacher und ungefährlicher zu transportieren sind.