Bürgerverein Tönisheide will sich auch 2015 engagieren

Vorsitzende Monika Hülsiepen (3.v.r.) beim Neujahrsempfang des Bürgervereins Tönisheide.
Vorsitzende Monika Hülsiepen (3.v.r.) beim Neujahrsempfang des Bürgervereins Tönisheide.
Foto: FUNKE Foto Services
Der Bürgerverein Tönisheide will sein Engagement im Stadtteil auch im Jahr 2015 mit aller Intensität fortsetzen und setzt sich für öffentliche Toiletten ein. Auch einen Stammtisch gibt es jetzt.

Tönisheide..  Wenn der Bürgerverein Tönisheide zum Neujahrsempfang lädt, dann treffen viele Freunde und Bekannte aufeinander. Ob Polizei oder Feuerwehr, Vertreter der Politik und Schul- oder Kindergartenleitung – sie alle finden im evangelischen Gemeindehaus bei Sekt, Bier, Saft und Schnittchen zusammen. Monika Hülsiepen, Vorsitzende des Bürgervereins, begrüßte nun die zahlreich erschienenen Vereinsmitglieder und Gäste.

„Dieses Jahr steht unter dem Schutz des Glücksplaneten Jupiter. Er verspricht neue Chancen, Glück, Erfolg und Spaß . . .“ – doch, fasste die Vorsitzende zusammen, „besteht der Planet nur aus Gas, alle Versprechen sind nur heiße Luft, wir müssen es selbst in die Hand nehmen und die Ärmel hochkrempeln.“

Der unermüdliche Tatendrang des Bürgervereins bewirkte 2014 bereits, dass das Problem der Baustelle an der Kirchstraße „abgehakt werden konnte“. Die ungewisse Situation über den Fortbestand der Heinrich-Kölver-Realschule hingegen „bleibt nach wie vor bestehen.“ Der dritte Aspekt, der die Tönisheider aktiv werden ließ, ist die öffentliche Toilette. „Wenn wir das nun umsetzen können, wäre es im wahrsten Sinne eine große Erleichterung.“ Weitere große Projekte oder Gedanken wurden für 2015 nicht vorgestellt. „Die Änderung der Satzung bereitete Probleme, das Amtsgericht hat Einspruch erhoben“, also muss man sich mit diesem Problem „neu befassen.“ Monika Hülsiepen warf zudem den Gedanken auf, dass die Stadt vielleicht die Zusammenlegung der Stadtteile vor 40 Jahren als Anlass für eine Feier nutzen könnte. „Wir werden auf jeden Fall dieses Jahr 150 Jahre Realschule und 50 Jahre Namensgebung feiern“, tat die Vorsitzende kund. „Zudem werden wir zum dritten Mal unser Bürgerfest feiern – und zwar am 13. und 14. Juni.“

Hunde auf der Rathaustreppe

Leonore Hörter, selbst seit mehr als 40 Jahren Seite an Seite mit ihrem Mann aktiv im Verein, weiß, was den Tönisheider Bürgerverein so einzigartig macht. „Zu uns kann jeder kommen und seine Anliegen vorbringen, wir haben immer ein offenes Ohr“ – und sie sind auch auf die Hinweise der Bevölkerung angewiesen. „Wir sind die Hunde auf der Rathaustreppe, damit Allem nachgegangen werden kann.“ Sie weiß, dass dank des Bürgervereins schon viele Projekte in der Vergangenheit umgesetzt werden konnten. „Wir haben uns beispielsweise für den Bolzplatz an der Reuterstraße eingesetzt oder auch für den große Sportplatz vom ASV Tönisheide.“ Der Kirchplatz sei für Bürgerfeste entstanden und auch die Heimatpflege wird im Verein aktiv betrieben. „Wir bemühen uns um alle Belange. Beispielsweise setzen wir uns für eine Querungshilfe bei Netto ein.“ Auch Seniorennachmittage und neuerdings einen Stammtisch richtet der Bürgerverein regelmäßig aus. „Wir sind irgendwie immer irgendwo.“

Der Bürgerverein Tönisheide wurde 1907 gegründet. Wie bei vielen Vereinen wird auch hier händeringend nach jungem Nachwuchs gesucht. Als ältestes Mitglied wurde Günther Lückerath mit 58 Jahren Vereinszugehörigkeit geehrt. Vor 55 Jahren hat sich der ASV Tönisheide dem Bürgerverein angeschlossen, Union Velbert und der Schützenverein Kleine Schweiz sind seit 52 Jahren Mitglied im Bürgerverein.