Bürgerverein Nierenhof setzt sich für den Stadtteil ein

Erinnern sich an die Anfänge: (v.l.) Sabine Dennewitz, Stephan Simmet und Petra Schroeder.
Erinnern sich an die Anfänge: (v.l.) Sabine Dennewitz, Stephan Simmet und Petra Schroeder.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der junge Bürgerverein Velbert-Nierenhof hat schon einiges erreicht und steckt sich immer wieder neue Ziele. Von Beginn erfolgreich: das Dorffest.

Langenberg.. Zwölf Nierenhofer Bürger trafen sich Ende November 2010 um die Vorbereitungen für den Bürgerverein Velbert-Nierenhof zu besprechen. Im darauffolgenden Februar kam es zur offiziellen Gründungsversammlung im Gasthof Nierenhof. Stephan Simmet (1. Vorsitzender), Sabine Dennewitz (Kassiererin) und Gründungsmitglied Petra Schroeder blicken zurück und nach vorn.

„Die seinerzeit hervorragende Infrastruktur von Nierenhof bewegte Ende der 1990er Jahre vor allem viele Essener zum Umzug in das Dorf,“ erklärt Stephan Simmet die Entwicklung von der Verkehrskreuzung zum interessanten Bebauungsgebiet, das Niederberg mit Hattingen und dem Kern-Ruhrgebiet verbindet.

Petra Schroeder, die mit ihrer fünfköpfigen Familie gern den Umzug vom Niederrhein wagte, ergänzt: „Nierenhof bot jungen Familien eine Kindertagesstätte, eine Grundschule, vorzügliche Nahverkehrsverbindungen, Gaststätten und zentrale Einkaufsmöglichkeiten. Aber nach und nach verschlechterte sich leider die gut laufende Infrastruktur.“ - „In Nierenhof fanden sich im Laufe der Jahre eben völlig Unbekannte in einer neuen Umgebung zusammen“, ergänzt Stephan Simmet. „Durch die Kindergartenzeit lernten wir Eltern uns erst kennen“, erklärt Kassiererin Sabine Dennewitz. So kam es zur Gründung des Bürgervereins. Als erste Aktion beschlossen die Mitglieder, ein Dorffest zentral auf dem Hof der Feuerwehr in Nierenhof auszurichten. „Das Fest war klein aber fein“, freut sich Simmet: „Die Ziele der Nachbarschaftspflege und mit den alten Nierenhofern weiter und näher ins Gespräch zu kommen, wurden voll erreicht. Der Zulauf war gewaltig!“

Weitere Ziele und Aktionen wurden gesteckt: Das heruntergekommene Ehrenmal restauriert, ein Dreck-weg-Tag organisiert, die Adventfensterbild-Aktion gestartet und heimatnahe Wanderungen durchgeführt.

Kreisverkehr statt Ampeln

Auch die Umsetzung des Fahrradweges zwischen Kupferdreh und Nierenhof unterstützt der Verein vehement. „Eine Gefahrenquelle hätten wir sehr gerne beseitigt,“ wünscht sich Grundschullehrerin Schroeder: „Der Verkehr wird immer stärker und es wird gerast und gelärmt. Anstatt der bisherigen Ampelanlage wäre ein groß angelegter Kreisverkehr angebracht, wir arbeiten daran“, verspricht Simmet, der auch den fehlenden Versammlungsraum bemängelt. „Es gibt keine Gaststätte mehr. Gut, dass wir bei Reifen Kuge eine Übergangsmöglichkeit finden“.

„Wir möchten auch die Jugend stärker ansprechen“, erklärt Petra Schroeder weitere Pläne, „die ev. Kirchengemeinde ist hier sehr aktiv und erfolgreich, aber es gibt auch einige wenige Jugendliche, die am Busbahnhof herumhängen“. Der Bürgerverein schreibt auf seiner Homepage „Nierenhof ist aktiv!“Das sind keine leere Worte: Heute gehts zur Kräuterwanderung auf den Isenberg.