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Bürgerhaus bleibt Thema

04.09.2012 | 17:55 Uhr
Bürgerhaus bleibt Thema
Am Montagabend tagte der Leserbeirat in der WAZ in der Redaktion.Foto: Uwe Möller

  Der Stadtteil mit den Sendern stand im Mittelpunkt der anregenden Diskussion, zu der WAZ-Lokalchef Matthias Spruck und Langenberg-Redakteur Harald Wiegand eingeladen hatten.

Die Berichterstattung in der Velberter WAZ wird seit einigen Jahren auch daran gemessen, wie intensiv über das Schicksal des Bürgerhauses geschrieben wird. „Und die überzeugt mich sehr“, lobte Ute Hecker bei der jüngsten Sitzung des WAZ-Leserbeirates. Der Stadtteil mit den Sendern stand im Mittelpunkt der anregenden Diskussion, zu der WAZ-Lokalchef Matthias Spruck und Langenberg-Redakteur Harald Wiegand eingeladen hatten.

Schönster Konzertsaal in der Stadt

Nur gut informierte Bürger können die Geschehnisse um den endlosen Sanierungsfall Bürgerhaus und die von Bürgermeister Stefan Freitag jüngst vermeldete glückliche Perspektive der Fertigstellung in zwei Jahren beurteilen, waren sich die Leserbeiräte einig. Denn, die Bilder in der Zeitung verdeutlichen es: Beim Bürgerhaus geht es um Großes, „es wird nicht nur der stadtweit schönste, sondern mit 600 Sitzplätzen auch einer der größten Veranstaltungssäle werden“, betonte WAZ-Redakteur Harald Wiegand.

Das räumte auch die Nevigeser Fraktion des Leserbeirates ein: „Wenn die Stadthalle geschlossen ist, gewinnt das Bürgerhaus auch für die Nevigeser Vereine an Bedeutung“, sagte Stefan Mysliwitz. Hermann-Josef Schmitz gab überdies zu bedenken, dass auch das Forum Niederberg sanierungsbedürftig sei und daher Veranstaltungen mit Konzerten und von Vereinen eine Zeit lang ausschließlich im Bürgerhaus stattfinden müssen. Auf jeden Fall müsse der Druck durch die Presse im Fall des Bürgerhauses aufrecht erhalten werden, „damit das Thema im öffentlichen Bewusstsein bleibt“, gab Simone Staude zu bedenken.

Hermann-Josef Schmitz hob als weiteres Langenberger Thema die Insolvenz der Firma Intensiv Filter hervor. „Im Fernsehen sah man so oft Beiträge über das Schicksal der Schlecker-Beschäftigten. Das hätte ich mir bei aller gebotenen sachlichen WAZ-Berichterstattung auch in meinem Lokalteil gewünscht“, sagt er. Redakteur Harald Wiegand sah das ähnlich und betonte, hierzu werde noch einiges in der Zeitung folgen.

Dauerbrenner öffentliche Toilette

Aber auch brennende Themen aus der Schlossstadt kamen auf den Tisch. Auf der von allen Leserbeiräten in diesem Zusammenhang gelobten Bürgerseite war in den Sommerferien über den fortwährenden Mangel an öffentlichen Toiletten berichtet worden, „die nette Toilette“, die vorwiegend auf Gastronomie- und zeitlich begrenzten Angeboten in öffentlichen Häusern fußt, „ist doch überhaupt keine Grundlage für eine Stadt, die im Bereich des Tourismus punkten will“, kritisierte Ute Hecker. Die Leserbeirätin hob hervor, dass bei allen Versuchen, Menschen von auswärts für die Schönheiten Velberts zu begeistern – die Messe Tour Natur sei da ein gutes Beispiel – , eine behindertengerechte Toilette völlig vergessen worden sei.

Matthias Spruck



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