Bronzerelief gestohlen

Bronzerelief der Familie Köttgen „mit heiliger Familie und Trauernden“
Bronzerelief der Familie Köttgen „mit heiliger Familie und Trauernden“
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Gerade erst wurde der Bestand der Gräber im Stillen Park aufgenommen. Denkmalschützerin appelliert an Angehörige, alte Fotos zu schicken

Langenberg.. Hier und da fehlten einzelne Buchstaben, doch jetzt schlugen dreiste Diebe richtig zu: in der Zeit von Donnerstagabend auf Samstagabend wurde das Bronzerelief „mit heiliger Familie und Trauernden“ vom Grabmal der Familie Köttgen im „Stillen Park“ gestohlen (die WAZ berichtete).

Zum Glück gibt es ein aktuelles Bild von diesem und auch anderen Grabmalen des Parks, denn Hella Naumann, Denkmalschutz der Stadt Velbert, hatte bereits Gutachten in Auftrag geben. „Wir haben für den Stillen Park ein Projekt, ein Parkpflegewerk, angemeldet,“ hatte die Denkmalschützerin der Soko Langenberg gesagt. Der Stille Park sei ein „stilles Denkmal“, das man als Ort versuchen wolle zu erhalten.

Auf der Suche nach Geschichte

Nach Erhalt des Bewilligungsbescheides wurden die Wuppertaler Landschaftsarchitektin Susanne Weisser und der in Bergisch Gladbach ansässige Restaurator Stefan Gloßner beauftragt, Gutachten über den Park und über die Grabmäler selbst zu erstellen. „Sie erstellen jetzt einen Maßnahmenplan“, so Naumann. Darin werde zusammen gestellt, wie der Park künftig genutzt und weiter gepflegt werden soll. „Darunter fällt auch die Öffentlichkeitsarbeit mit Führungen oder Flyern“.

Wegen möglicher Unterstützung hatte sich Naumann auch an die Soko gewendet. Für den Stillen Park sind zu je einem Drittel die Evangelische Kirchengemeinde Langenberg, die Technischen Betriebe Velbert sowie die Stadt Velbert zuständig. Bislang würden 80 Prozent gefördert, für den Rest müssen die vorgenannten Institutionen aufkommen. Ein schwieriges Unterfangen, weshalb Hella Naumann die Idee hatte, vielleicht Paten oder Sponsoren zu finden.

Gerade in Langenberg gäbe es dieses hohe bürgerschaftliche Engagement. Und so gab es gleich den Vorschlag, dass sich vielleicht der Verkehrs- und Verschönerungsverein um das Grabmal von Ludwig Bender kümmern könnte.

Vor allem aber hofft Naumann, dass sich angehörige Familien melden, die alte Aufnahmen der Grabsteine haben. Gerne auch Bilder, auf denen möglichst die Inschriften noch gut lesbar sind. „Vielleicht gibt es auch noch ein Bild vom alten Eingangstor?“