Bogenbau im Neanderthal Museum

Mettmann..  In der Reihe der Bogenbauseminare des Neander­thal Museums stehen in diesem Monat und im Mai wieder Wochenendworkshops an: Am 18./19. April und 9./10. Mai (jeweils 9 bis 18 Uhr) haben Interessierte ab 16 Jahren bzw. 14 Jahren mit Begleitperson die Wahl zwischen sechs verschiedenen Bogentypen: Gebaut werden kann etwa ein Wikingerbogen samt Pfeilen mit für die Zeit typischen Knochenspitzen oder ein mittelalterlicher Langbogen inklusive Hornenden, selbst gedrehter Bogensehne sowie zwei Pfeilen mit Befiederung und Geweihspitzen. Aus dem Nydammoor (Dänemark) stammt das Vorbild (4./5. Jahrhundert) für den schlanken Nydambogen mit einer achteckig facettierten Spitze aus Geweih. Die Teilnahme an den Workshops kostet zwischen 190 und 210 Euro (abhängig vom Bogentyp).

Geleitet werden die Workshops von dem Prähistoriker Dr. Johann Tinnes. Er baut seit vielen Jahren Bogen, Pfeile und Zubehör nach archäologischen und völkerkundlichen Vorbildern und hat schon für viele Museen im In- und Ausland Repliken angefertigt. Im Rahmen der Seminare in der Steinzeitwerkstatt des Neanderthal Museums informiert er über die Geschichte von Pfeil und Bogen und gibt die erforderliche Anleitung für den Bogenbau. Darüber hinaus wird er die Workshopteilnehmer auch mit der praktischen Handhabung ihrer Bogen vertraut machen. Die notwendigen Werkzeuge werden zur Verfügung gestellt, es können auch eigene Werkzeuge mitgebracht werden.

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